2010/05/22

Eyjafallajökull


Die nur noch aus bildungsfernem Proletariat bestehenden deutschsprachigen Medien scheinen mit dem hundertprozentig germanischstämmigem Namen Eyjafjallajökull völlig überfordert zu sein. Ich frage mich warum? Damit ihr euch das wirklich alle auch fragt, erkläre ich euch den Namen. Zunächst muß ich aber noch anmerken, daß sich heutige isländische Begriffe in der Aussprache etwas von den in früheren Zeiten in andere germanische Sprachen übernommenen unterscheiden. Ursprünglich war das nordisch ö nur ein betontes o wie in Ragnarök („Schicksal der Götter“), das also wie Ragnarok gesprochen, nur jedoch auf der letzten Silbe betont wurde. Aber inzwischen steht es für das gleiche ö wie in der deutschen Sprache. Das doppelte l wurde in allen alten Sprachen als doppelt langes l gesprochen, aber in der heutigen Zeit und Hetze macht man das in keiner Sprache mehr. Stattdessen hat man Alternativen entwickelt, um das doppelte l vom einfachen unterscheidbar zu machen. Im Spanischen spricht man es als lj, im Deutschen verkürzt man den vorangehenden Vokal und im modernen Isländischen spricht man das doppelte l als tl, genau wie die Konsonantenkombination tl im übrigen auch, außer daß es beim ll Ausnahmen gibt, falls ein Wort sonst unaussprechlich würde. Letzteres ist hier eindeutig nicht der Fall.

Eyjafjallajökull ist ein aus drei Wörtern zusammengesetztes Wort, von denen wiederum nur eines tatsächlich ein Name ist. Jökull ist nichts anderes als das isländische Wort für Gletscher. Gletscher sind die großen Dinger aus Eis, die nicht ausbrechen, keinen Rauch, keine Lava und erst recht keine Asche spucken. Das isländische Wort Jökull hat daher in einem Bericht über einen Vulkanausbruch ausschließlich dann etwas verloren, falls berichtet werden sollte, daß ein Gletscher durch einen Vulkanausbruch in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Das isländische Wort für Vulkan ist Eldfjall. An die Namen von Vulkanen wird deswegen gerne -fjöll angehängt, um sie als Namen von Vulkanen zu kennzeichnen. Weil isländisch wie alle germanischen Sprachen eine flektierende ist, läßt sich das isländische Wort für Vulkan deklinieren und -fjallajökull steht so immer für einen Gletscher, der sich auf einem Vulkan befindet.

Jetzt bleibt von Eyjafjallajökull nur noch Eyja übrig. Eyja ist der Name des Vulkans. Selbstverständlich ist auch der nicht schwer auszusprechen, zumal er nur zwei Silben lang ist. Ey spricht man wie im Ausdruck „boah ey“ aus dem deutschen Mantafahrer-Jargon, ja spricht man ganz einfach wie das deutsche Wort ja, zusammen ganz einfach Eyja. Was ist daran schwer? Ihr solltet keinen Medien vertrauen, die sogar etwas so einfaches nicht sofort richtig hinbekommen! Manche berichten auch zwei Monate später noch über den Ausbruch des Gletschers und werden das wahrscheinlich auch weiterhin nicht korrigieren.

Der griechische Ursprung der europäischen Kultur


Weil der griechische Staat seine Bilanzen kreativ führt, wie man das nett ausdrücken kann, und weil die Griechen nur dank eines großen Betruges überhaupt beim Euro mitmachen dürfen, wurde in letzter Zeit behauptet, daß die heutigen Griechen kaum noch etwas mit den Griechen der Antike zu tun hätten. Sie sollen angeblich nicht mehr als den Namen gemeinsam haben. Als Beleg dafür wurde sogar angeführt, daß die Griechen nicht hätten zum Stifter des gesamten europäischen Kulturkreises hätten werden können, wenn sie sich genau wie die heutigen Griechen verhalten hätten. Also schauen wir uns mal ein Beispiel an, aber nicht das berühmte sokratische über das Verhalten der Jugend.

Phokion war ein Feldherr und Staatsmann (das ist ein qualitativer Unterschied zum bloßen Politiker) der antiken Griechen. Phokion lebte zur Zeit des mazedonischen Königs Phillip, dem Vater des berühmten Alexander. Zu der Zeit waren Griechenland und Mazedonien Feinde und schlugen einige Schlachten gegeneinander, wobei Phokion einen Teil der Athener kommandierte. Phokion wurde gefragt, wann der richtige Zeitpunkt sei, um Krieg mit Mazedonien zu führen. Phokion antwortete: „Wenn ich sehe, daß die jungen Leute bereit sind, ihren Dienst zu tun, die Reichen Steuern zu bezahlen und die Redner keine öffentlichen Gelder unterschlagen.“ So berichtet uns das Plutarch, der als zuverlässige historische Quelle gilt. Das ist, wohlgemerkt, über zweitausend Jahre her. Damals soll Griechenland anders gewesen sein als heute? Was war anders?

Damals erstreckte sich die Disziplinlosigkeit der Griechen auch auf das Militär, heute wird die Bedrohung durch die Türkei ernster genommen. Sollen wir als den entscheidenden Unterschied betrachten, daß man damals statt der Armen die Reichen, die sich das leicht leisten konnten, zum Steuerzahlen verpflichten wollte? Zum Begriff der Kultur könnte das zumindest sehr gut passen. Dann hätten wir heute nur noch eine bloße Zivilisation. Wem machen wir etwas vor, wir haben heute nur noch eine bloße Zivilisation und die kann sich mit keiner echten Kultur messen. Diejenigen, die öffentliche Gelder unterschlagen und ansonsten nur herumlabern, wurden als Redner bezeichnet. Das ist sogar passender als Politiker, weil man von einem solchen zumindest erwarten kann, daß er auch handelt. Einen entscheidenden Unterschied zwischen dem antikem und dem heutigem Griechenland vermag ich jedoch nicht zu erkennen. Könnt ihr das?

Wahrscheinlich wurde Griechenland genau deswegen zum Kulturbringer des gesamten europäischen Kontinentes, weil man sich dort nie so benommen hat, wie es heutige Zentraleuropäer gerne hätten!

Über das angeblich unschlagbar gute Gesundheitssystem der Chinesen


Die meisten Menschen dürften inzwischen gehört haben, daß Chinesen ihre Ärzte nur solange bezahlen würden, wie sie von ihnen gesunderhalten würden. Aber wer je einen Chinesen danach gefragt hat, hat erfahren, daß es nicht so ist. China ist ein Entwicklungsland und gerade erst dabei, ein Gesundheitsvorsorgesystem aufzubauen. Es ist noch so unterwickelt, daß Chinesen sich schämen würden, überhaupt darüber zu reden. Natürlich hat China schon bessere Zeiten als die heutige erlebt. Also kann man den Chinesen danach fragen, ob es in China das gerüchteweise bekannte Gesundheitssystem einmal gegeben hat. Der Chinese wird jedoch auch das verneinen. Nun fragt ihr euch sicherlich, woher das Gerücht über das Gesundheitssystem kommt.

Nun, dieses System gab es tatsächlich. Es war nur nicht chinesisch! Dieses Gesundheitssystem hatte das Volk der Mandschu erfunden, das auf Chinesisch Mǎnzú (滿族) heißt. Aus dem Namen wurde das Schriftzeichen 滿 in der Volksrepublik zum Schriftzeichen 满 „vereinfacht“. Doch, die sind verschieden, man muß nur ganz genau hinsehen! Zú (族) bedeutet lediglich Volk, mǎn (滿) hat die Bedeutungen voll, füllen, ausgefüllt; selbstzufrieden; Zeit verstreichen lassen; hochmütig; tapfer und es ist der chinesische Name des Volkes der Mǎnzú (滿族). Im Westen glaubt man die Mǎnzú (滿族) als das Volk der Dschurdschen identifiziert zu haben oder man nennt sie einfach Mandschu ohne sich Gedanken über deren Identität zu machen. Die Mandschu regierten vom tausensechshundertvierundvierzigstem bis zum tausendneunhundertzehnten Jahr der christlichen Zeitrechnung über China. Wahrscheinlich kommt daher das Mißverständnis, daß es sich bei dem erwähnten Gesundheitsvorsorgesystem um ein chinesisches handele. Wahrscheinlich gab es das System auch nicht während der gesamten Geschichte der Mandschu. Außerdem stand es auch nicht jedem Angehörigem jenes Volkes offen. Nur der mandschurische Adel kam in den Genuß dieses Gesundheitsvorsorgesystems.

Der Grund dafür war, daß das System der Gesundheitsvorsorge sehr teuer war, sogar extrem teuer. Nur die Reichsten der Mandschu konnten sich das leisten. Es war viel teuerer als alle Gesundheitssystem, die heute in Europa versucht werden. Das System der adeligen Mandschu ist nämlich nicht weit von einem System entfernt, bei dem sich jeder Teilnehmer einen Leibarzt leistet. Heute könnten sich das nur Leute leisten, die man als Superreiche bezeichnen würde. Deswegen ist das System der adeligen Mandschu kein Vorbild für heutige Gesundheitssysteme kann es auch garnicht sein und könnte schon überhauptnichts zu einer Kosteneinsparung beitragen.

Das Schicksal der Welt V


Bei dem Erdbeben in Chile, das sich im Frühling beziehungsweise dem dortigen Herbst ereignete, soll sich die Tageslänge im Mikrosekundenbereich und die Erdachse im Zentimeterbereich verschoben haben. So berichtete zumindest die russische Nachrichtenagentur darüber. Das führte zu einer Art Panik unter Schauungsgläubigen, die völlig überflüssig war. Es gibt nämlich Schauungen über Veränderungen auf der Erde, die sich manche durch eine Veränderung des Neigungswinkels der Erdachse erklären wollen. Das wäre ziemlich übel, denn eine solche Veränderung würde kein lebendes Wesen auf der Erde überleben lassen. Zum Glück lassen sich die paranormal geschauten Veränderungen auch als auf andere Weise zustandekommend erklären. In dem Fall wäre alles nicht halb so schlimm und das Ende der Welt keineswegs nahe. Trotzdem muß man sich zunächst fragen, welche der möglichen Ursachen am wahrscheinlichsten ist. Hier überbringe ich gute Nachrichten. Es ist physikalisch völlig unmöglich, daß Erdbeben oder Vulkanausbrüche oder dergleichen den Neigungswinkel der Erdachse auch nur im geringsten verändern. In dem Bericht über das Erdbeben in Chile fehlte einfach etwas entscheidendes, aber wenigstens in der Berichterstattung des Spiegels (ausgerechnet in einem Hauptstrommassenmedium) war es vorhanden. Die Nord-Süd-Achse des Planeten Erde wurde in den Messungen nach dem Erdbeben überhauptnicht berücksichtigt! Bei der Messung wurde ausschließlich eine Verschiebung der Figurenachse der Erde festgestellt! Die hat mit der Nord-Süd-Achse und ihrem Neigungswinkel überhauptnichts zu tun!

Gesteinsplaneten wie die Erde sind unregelmäßig geformte Körper und wenn man Berechnungen mit solchen unregelmäßig geformten Körpern anstellen will, dann muß man dafür mathematische Achsen definieren. Achsen der unregelmäßigen Figuren halt oder sogenannte Figurenachsen. Die Figurenachse der Erde ändert sich bei jedem noch so kleinen Erdrutsch, bei jeder Aufschüttung eines Hügels, bei jeder Einebnung eines Hügels, bei jeder Auffüllung eines Loches, beim Bau eines jeden Gebäudes. Das erschwert zwar die mathematische Modellierung des Planeten Erde, hat jedoch keinerlei physikalische und erst recht keinerlei astronomische Auswirkungen. Wer deswegen jetzt Panik schiebt, tut das völlig unbegründet.

Und könnten Kometen nicht die Erde aus ihrer Bahn werfen, wo so etwas doch geschaut wurde? Nein, das wurde nicht geschaut. Auch das ist nur eine völlig unzulässige Schlußfolgerung aus den gesehenen Erdveränderungen, die ausschließlich die Oberfläche der Erde betreffen. Sogar falls ein großer Gesteinsbrocken aus dem All die Erde träfe, dann würde sich nichts schlimmeres ereignen als sich die Erde etwas schneller oder langsamer drehen zu lassen und Kontinentalplatten an andere Stellen zu schieben als sie jetzt sind. Letzteres ist zwar nicht harmlos, sondern geht mit vielen Zerstörungen einher, wäre aber trotzdem nicht das Ende der Welt. Für mehr Informationen darüber einfach dem letzten Link folgen.