2010/11/14

Energiewende VI


Manchmal wird, vor allem seitens der Berufslügner, so getan als wäre die Energiewende nicht eine Folge des Ölfördermaximums, sondern aus ökologischen Gründen notwendig. Wenn das jedoch zuträfe, dann würde man die vielen, preiswerten, bisher nicht beachteten Maßnahmen ergreifen, statt ausschließlich solcher mit denen man erst noch Kasse machen kann. Wäre es notwendig oder möglich eine menschengemachte, weltweite Erwärmung abzuwenden, dann würde man nie über Kohlendioxid (dessen Menge in der Atmosphäre ohnehin so gut wie garnicht vom Menschen beeinflußbar ist), sondern stattdessen vor allem über Kohlenstofftetrafluorid, Schwefelhexafluorid, Trichlormethylschwefelpentafluorid (alle zigtausendmal so klimawirksam wie Kohlendioxid), aber auch über Wasserdampf (zweihundertmal so klimawirksam wie Kohlendioxid, aber eher nicht vom Menschen beeinflußbar), Distickstoffmonoxid (mindestens zwanzigmal so klimawirksam wie Kohlendioxid) und Methan reden. Die Klimawirksamkeit des Methans stuft man merkwürdigerweise Jahr für Jahr weiter herunter, von ursprünglich der sechzigfachen Kohlendioxidwirkung über die fünfzigfache, die dreiundzwanzigfache (übrigens ein interessanter Hinweis), der zehnfachen und inzwischen manchmal schon auf die siebenfache, sechsfache oder auch nur fünffache Kohlendioxidwirkung. Das kann nur daran liegen, daß man die Klimaschädlichkeit des Methangases sehr schnell durch Verbrennung desselben zu Kohlendioxid so gut wie beseitigen könnte, wenn man von der sechzigfachen Wirkung des Methans im Vergleich zum Kohlendioxid ausgeht. Aber die Begründung für die Energiewende kann uns eigentlich egal sein, denn wir wissen, daß wir uns schon wegen der stattgefundenen Überschreitung des weltweiten Ölfördermaximums an der Energiewende beteiligen müssen. Wir müssen nichtmal Energie einsparen, aber wir könnten und zwar ganz leicht.

Zum Beispiel stellt man gerne Flugpassagiere an den Pranger, weil Flugzeuge angeblich viele Abgase in die Ozonschicht entließen. Tatsächlich zwingt man Flugzeuge seitens der Bürokraten in Korridoren zu fliegen, die Schlingerkursen folgen. Flögen sie so geradeaus wie sie das könnten und in manchen Lufträumen schon experimentell ohne weitere Schwierigkeiten ausprobiert wurde, dann würden sie nur einen Bruchteil des heutigen Treibstoffverbrauches verbrauchen und entsprechend weniger Abgase in die Atmosphäre pusten. Aber wie sollte das dazu führen, daß man Fluggesellschaften und Passagiere kräftig zur Kasse bittet? Ganz im Gegenteil würden die Fluggesellschaften dadurch auch noch Treibstoffkosten einsparen. Also gehen die Klimaschützer diesen Weg nicht. Ähnlich unsinnig ist der Schildbürgerstreich israëlischer Wissenschaftler, die piëzoëlektrische Straßen entwickeln. Die sollen elektrische Energie aus der Energie der über sie fahrenden Autos ziehen. Autos können selbstverständlich keine Energie produzieren, sondern erhalten sie über die Treibstoffe, mit denen man sie betankt hat. Zieht man von den fahrenden Autos auf eine zusätzliche Art als bisher üblich Energie ab, dann muß man die zusätzliche Energie zuvor durch eine entsprechend höhere Menge an Treibstoff in die Autos hineinfüllen. Die piëzoëlektrischen Straßen bewirken also nichts weiter als einen höheren Treibstoffverbrauch im Straßenverkehr und dadurch einen entsprechend erhöhten Abgasausstoß. Wollte man tatsächlich etwas gegen den Abgasausstoß des Straßenverkehrs tun, dann wären piëzoëlektrische Straßen äußerst kontraproduktiv, halt ein Schildbürgerstreich. Sollte es sich bei den israëlischen Wissenschaftlern um jüdische Wissenschaftler handeln, dann haben Juden entweder doch keinen fünfzehnprozentigen Intelligenzvorteil (wie von Sarrazin behauptet) oder der wird nur in Verbindung mit der deutschen Sprache aktiviert. Letztere Theorie klingt zwar weithergeholt, aber sie würde zwanglos erklären, warum die deutsche Sprache (Muttersprache der meisten Juden inklusive der Wissenschaftler wie Albert Einstein und aller jüdischen Opfer des Dritten Reiches) von Leuten bekämpft wird, die ausschließlich Schlechtes für die Welt wollen. Mit Piëzoëlektrizität kann man jedoch auch sinnvolle Dinge anstellen. Es gibt Leute, die im Freien feiern und dafür, weil ja so ökologisch, elektrischen Strom über Fahrraddynamos für die Musik generieren. Dabei müssen sich immer wieder Leute finden, die in die Pedalen treten und das nicht lange durchhalten. Da wäre eine piëzoëlektrische Tanzfläche die viel sinnvollere Alternative. Falls man kein Gefälle zur Verfügung hat, um Regen in Wasserkraft zu verwandeln, dann kann man die Fallenergie aus dem Regen durch die piëzoëlektrische Methode in elektrische Energie umwandeln anstatt sie einfach verloren zu geben.

Potentiëlle Energie der Gravitation (Lageenergie) ist nicht nur im Regen, sondern auch in den herumfliegenden Flugzeugen gespeichert. Stürzt ein Flugzeug ab, dann endet das katastrophal für das Flugzeug und die Passagiere. Was dem Flugzeug und allen an Bord zum Verhängnis wird, ist nichts anderes als falsch genutzte Energie! Beim Absturz wird sie in Verformungsenergie umgewandelt, bei der geglückten Landung nach und nach in Reibungswärme. Beides ist genaugenommen Verschwendung. Niemand will abstürzen, aber landen muß man doch? Ja, das muß man und die Energie die das Flugzeug dabei verschwendet hätte das nächste Flugzeug gut zum abheben gebrauchen können, aber stattdessen muß es mehr Treibstoff verbrauchen. Man muß sich nur überlegen, wie man die Energie von den landenden Flugzeugen direkt auf die startenden überträgt. Eine mechanische Übertragung durch eine Art Riesenrad oder Riesenkarussel oder eine Riesenwippe dürfte an den für die Konstruktion erforderlichen Dimensionen scheitern, elektrische und magnetische Übertragungsformen scheiden wegen der Gefährdung der Passagiere und der Elektronik aus. Ausnahmsweise kennen wir heute tatsächlich noch nichts, das wir bauen könnten, um das Problem zu lösen. Aber hätte man jemals die Probleme der modernen Luftfahrt lösen wollen anstatt immer nur noch mehr abzukassieren, dann könnte man längst entsprechende Konstruktionen bauen und sie wären bereits an jedem Flughafen vorhanden. Eine Übertragung der kinetischen Energie eines Landevorganges in Rotationsenergie beweglicher Teile dürfte sich heute schon machen lassen. Aber das führt nunmal nicht direkt zum abkassieren aus ökologisch-scheinheiligen Gründen.

Es gibt natürlich auch Möglichkeiten, die heute bereits funktionieren, um Energie einzusparen. So kann man Wärmespeicher inzwischen auch im Freien, wo der Wind drüberstreicht, betreiben. In anderen Ländern wird das zumindest bereits gemacht und zwar so wie auf der verlinkten Netzseite beschrieben. Nur im deutschsprachigen Raum natürlich nicht. Warum nicht? Nun, wie sollte das zum direkten Abkassieren des Urnenpöbels und der menschlichen Melkkühe führen? Eine weitere Möglichkeit zu massiven Einsparungen wäre der Verzicht auf die Speicherverluste und die Transportverluste der elektrischen Energie. Moment mal, darauf soll man einfach verzichten können? Aber ja. Wie soll das gehen? Durch Umstellung auf Druckluft. Man kann schon bei den Windkraftanlagen ansetzen und Wind ohne Umwandlungsverluste statt in elektrischen Strom in Druckluft verwandeln (wie beschreibt die hier verlinkte Netzseite ungefähr in der Mitte), danach dienen die Druckluftleitungen zugleich als Energiespeicher. Schon heute gibt es Werkzeuge, die mit Druckluft funktionieren und zum Beispiel von manchen Automechanikern bevorzugt werden, aber die Druckluft muß bisher zunächst durch Motoren erzeugt werden. Durch eine Umstellung auf Druckluftleitungen, die es innerhalb mancher Gebäude bereits gibt, weil man Druckluft auf vielen Gebieten benötigt, wäre die Verwendung druckluftbetriebener Maschinen viel preiswerter und fast ohne Energieverluste möglich. Es gibt nur wenig, was man nicht von elektrischen Strom auf Druckluft umstellen könnte und das meiste von dem, was sich nicht umstellen läßt, braucht man eigentlich nicht. Schon eine neunzigprozentige Umstellung würde jedoch eine erhebliche Energieeinsparung bedeuten. Natürlich könnte man nur für die Verlegung der Druckluftleitungen wieder Leute abkassieren und danach würde es wieder schwierig. Also stellt man nicht auf Druckluft um. Dabei könnte man sogar Autos mit Druckluft betreiben, wie der französische Ingenieur Guy Negré seit vielen Jahren beweist. Warum fahren seine Autos nicht seit vielen Jahren überall herum? Warum versucht man stattdessen Unfug wie Elektroautos und Wasserstoffmotoren? Ganz klare Sache. Abassieren für Luft, wer würde sich das gefallen lassen? Aber sind Elektroautos und Wasserstoffantrieb deswegen automatisch Unfug? Sie sind es zwar nicht deswegen, aber sie sind aus einem anderen Grund Unfug. Wie immer ist die Natur der menschlichen Technik um millionen Jahre voraus. Sie produziert selbst elektrische Energie aus Sonnenlicht. Das geschieht in den Chloroplasten aller Pflanzen. Weil die das schon seit Jahrmillionen so machen, wissen sie am besten wie man elektrische Energie speichert. Sie speichern sie nicht, denn es gibt kein rentables Verfahren dafür. Es ist immer besser sie in andere Energieformen umzuwandeln, falls man Energie speichern will. In den Chloroplasten wird zu dem Zweck Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten. Die Natur hat viele Jahrmillionen vor dem Menschen die Wasserstofftechnologie entwickelt! Also lohnt sich die Wasserstofftechnologie? Kein heutiges Lebewesen speichert puren Wasserstoff und dafür gibt es einen Grund. Es ist viel zu gefährlich! Das erste Massenaussterben auf der Erde war nicht auf Sauerstoff zurückzuführen wie manchmal behauptet wird (das war schon das zweite Massenaussterben) und erst recht nicht auf Einflüsse aus dem Weltraum, sondern ganz direkt auf die Wasserstoffproduktion. Noch heute setzen manche Cyanobakterien Wasserstoff frei. Sie werden sogar von den menschlichen Anhängern der Wasserstofftechnologie zur Wasserstoffproduktion genutzt. Dabei sind genau diese Cyanobakterien, die Wasserstoff ohne jeden physiologischen Sinn freisetzen, der Beweis dafür, daß die Natur mit der Wasserstofftechnologie experimentiert hat. Aber alle Lebewesen, die darauf gesetzt hatten, sind ausgestorben. Auch die Menschen, die darauf setzen, werden aussterben, dafür wird die Explosionsgefahr trotz aller Beteuerungen vermeintlicher Experten sorgen. Dabei braucht man sich nur von den heutigen Pflanzen abzuschauen wie man Wasserstoff richtig und ungefährlich einsetzt, falls man auf eine Wasserstofftechnologie nicht verzichten will. Die Pflanzen binden den Wasserstoff chemisch an den wichtigsten aller Pflanzendüngestoffe, nämlich an Kohlendioxid, das sie aus der Atmosphäre entnehmen. So entstehen die Kohlenwasserstoffe. Kohlendioxid und Kohlenwasserstoffe werden heute gerne als böse hingestellt, aber ohne sie wären alle Menschen schon lange tot! Wer von der Kohlenwasserstoffverbrennung weg will, kann ausschließlich zur Druckluft hin. Aber wie für Luft abkassieren? Und warum ist die Schüttelbatterie (läßt sich jederzeit durch Schüttelbewegungen wieder mit Elektrizität aufladen) — zumindest im deutschsprachigen Raum — nur ein theoretisches Konzept?

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