2010/09/12

Energiewende IV


Außer der bereits ausführlich besprochenen Nutzung der Solarenergie kann man noch ein paar weitere Energiearten auf ähnlich leichte Weise nutzen. So ist die gesamte europäische Aluminiumindustrie bereits vor langer Zeit nach Island gezogen, weil die Aluminiumherstellung energieintensiv ist und die Unternehmen in Island lediglich Turbinen auf den aus dem Boden schießenden heißen Dampf stellen brauchen, um die geothermische Energie zu nutzen. Die Methode lohnt sich jedoch nur an Orten, an denen die geothermische Energie freiwillig aus dem Boden kommt.

Für andere Standorte bleiben also lediglich Wellen, Wasser, Wind und Gezeiten übrig. Da sich die Kraft der Wellen und die der Gezeiten wiederum nur an Standorten im Meer nutzen läßt, bleiben die wieder größeren Investoren vorbehalten. Aber kleine Windkraftwerke und kleinste Wasserkraftwerke sollten wir uns mal genauer ansehen. Wasserkraftwerke ziehen Energie aus abwärts fließendem Wasser. Moderne Wasserkraftwerke sind bereits in der Lage einen Höhenunterschied von lediglich einem Meter auszunutzen. Während eurer nächsten Pause von der Bildschirmarbeit seht ihr euch mal die Regenrinne an eurem Hausdach an, vor allem wie hoch die hängt. Das ist bestimmt mehr als ein Meter! Ja, jedesmal wenn es regnet fällt Energie vom Himmel und euch direkt aufs Dach! Es dürfte kein großes Problem sein, die auszunutzen, zum Beispiel durch eine kleine Turbine im Ablauf der Regenrinne. Es stimmt einfach nicht, daß man keine regenerative Energie zur Verfügung hätte während die Sonne nicht scheint! Ihr verwendet sie nur nicht, sondern verzichtet ersatzlos darauf. Aber das solltet ihr leicht ändern können!

Für Wind gilt ähnliches, aber ich will euch zunächst mal an euren Dachrinnen herummontieren lassen, daher besprechen wir die Windenergie ein anderes Mal.

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