2010/06/28

Das Schicksal der Welt VIII


Nachdem es der Sinn der bevorstehenden Umwälzungen ist, die Erde von Gier und Haß zu säubern, wird es danach kein auf Gier basierendes Wirtschaften und keine von Haß geprägte Gesellschaft mehr geben. Alle Menschen, die sich diesen Triebfedern hingeben oder sogar glauben mit deren Hilfe ihr eigenes Überleben sichern zu können, werden dann tot sein. Danach kann die Erde ihre Biosphäre regenieren, die Stoffkreisläufe wiederherstellen und allmählich ganz gesunden. Daraus folgt, daß Gier, Haß und aus diesen Motiven resultierende Maßnahmen zur materiëllen Vorbereitung keine Menschenleben retten werden, sondern vielmehr die Gefahr für das eigene Leben vergrößern werden.

Man sollte sich also nicht materiëll auf die zukünftigen Ereignisse vorbereiten, jedenfalls nicht mehr als man das ohnehin gewohnt ist, sondern man sollte sich vielmehr spirituëll vorbereiten, vor allem indem man sich gründlich von allen Regungen des Hasses und der Gier reinigt. Man sollte Mitgefühl und Großzügigkeit entwickeln. Nur wer von den Naturkräften als wertvoll genug angesehen wird, wird überleben. Egal wie gut man sich sonst vorbereiten kann, die Natur wird auf jeden Fall stärker sein. Die große Erdreinigung wird einige Jahre dauern, also werden nicht alle Regionen der Erde zur gleichen Zeit betroffen sein. Mobilität kann daher die Wahrscheinlichkeit zu überleben erhöhen. Mobilität bedeutet hier vor allem, daß man die Angehörigen anderer Nationalitäten, anderer Rassen, anderer Völker, anderer Kulturen, anderer Religionen nicht als Feinde ansieht, sondern sich immer um Freundschaft mit ihnen bemüht. Den Wert einer solchen Art Mobilität haben übrigens bereits viele Philosophen erkannt, die zu den unterschiedlichsten Zeiten lebten. Der chinesische Philosoph Kāng Yǒuwéi (康有為) beispielsweise bezeichnete sie als dàtóng (大同), was sich als „große Harmonie“ oder besser noch „große Gemeinschaft“ wörtlich übersetzen ließe, aber für gewöhnlich als „Utopie“ übersetzt wird. Dàtóng (大同) war kein Konzept für einzelne Menschen, sondern alle Rassen und Völker sollten sich zu einer Menschheit ohne Grenzen zwischen einer Gruppe und einer anderen entwickeln. Daher ist die Übersetzung als Utopie leider durchaus zutreffend. Wären erst die Chinesen und schließlich die gesamte Menschheit dem großen Philosophen gefolgt, dann hätte bereits sehr viel Leid verhindert werden können und auch die große Erdreinigung könnte uns vielleicht verschonen. Aber kaum jemand wollte dem großen Philosophen folgen und das ist bis heute so. Deshalb ist es bereits zu spät, um das Schicksal der Menschheit auf andere Weise als die der großen Erdreinigung noch verbessern zu können.

Sich für unsterblich zu halten, bringt ebenfalls keinen Vorteil. Eine der besten Möglichkeiten, sich auf die kommenden Ereignisse der großen Erdreinigung einzustellen, dürfte die sein, sich der eigenen Sterblichkeit bewußt zu werden und sich auf den eigenen Tod vorzubereiten.

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