2009/05/31

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Astromagie IV


Viele Menschen mußten inzwischen feststellen, daß Beziehungen, die online aufgebaut wurden, im realen Leben schnell auseinandergehen. Deswegen soll nun die Synastrie, das zweite Hauptwerkzeug der Astromagie, erklärt werden. Über das Netz kann man andere Menschen zwar kennenlernen, aber nie im gleichen Ausmaß als würde man sie im realen Leben kennenlernen. Das ist sogar der Vorteil des Netzes, denn so kann man mit Leuten, mit denen man nie zurechtkommen könnte, falls man sie in natura ertragen müßte, an gemeinsamen Projekten arbeiten oder sich für gemeinsame Ziele einsetzen. Es ist daher völlig klar, daß man durch ein tieferes Kennenlernen außerhalb des Netzes sich dieses Vorteiles beraubt. In dem Fall braucht man sich nicht darüber zu wundern, daß man mit Leuten, die man über das Netz kennengelernt und sie sympathisch gefunden hat, nicht unbedingt im realen Leben zurechtkommt. Andererseits könnte man ohne das Netz viel weniger Menschen kennenlernen. Es ist viel wahrscheinlicher über ein weltweites Kommunikationsmedium echte Freunde oder Partner zu finden als in einem lokalem Umfeld. Deswegen gibt es das Bedürfnis danach, das volle Potential des Netzes auszuschöpfen, indem man sich Methoden einfallen läßt, mittels derer wir erkennen können, ob wir über das Netz mit Personen zusammengekommen sind, die für eine Freundschaft oder mehr geeignet sind. Deswegen haben sich verschiedene Partnerbörsen im Netz etabliert, die unterschiedlichste Methoden zwecks einer Vorauswahl verwenden, aber drei Dinge gemeinsam haben. Sie beschränken sich auf die Auswahl von Lebensabschnittspartnern während Freundschaften außen vor bleiben, sie sind viel zu teuer und sie sind ungefähr so treffsicher wie ein Zufallszahlengenerator. Für eine zuverlässigere Vorauswahl muß man sich schon der astrologischen Methode der Synastrie bedienen. Das ist der Vergleich des eigenen Geburtshoroskopes mit denen anderer Menschen.

Nun gibt es auch schon astrologische Partnerbörsen, die ebenfalls völlig versagen. Sowohl deren Zweck als auch deren Methoden sind aus der Sicht der Astromagier zu kritisieren. Das bloße Betrachten der Sternzeichen ist, wie immer in der Astrologie, völlig albern. Viele Astrologen verwenden Methoden, durch die sich zwei oder mehr Horoskope zu einem kombinieren lassen. Diese Methoden heißen Komposit und Combin. Diese Methoden sind, falls überhaupt für irgendetwas, dafür nützlich, Gruppen von außen als Gesamtheit zu betrachten, ohne vorher jedes einzelne Horoskop der beteiligten Gruppenmitglieder genau analysieren zu müssen. Bei der Synastrie dagegen werden die Horoskopfaktoren einzelner Geburtshoroskope miteinander verglichen. Stellt man dann zum Beispiel fest, daß der Radixmerkur der einen Person gut mit dem Radixmerkur der anderen Person harmoniert, dann werden die beiden Personen über das Netz für beide Seiten sehr zufriedenstellend miteinander kommunizieren können. Geschieht das in einem Forum, dann wird das für alle Mitleser gut zu verfolgen sein. Weil sich die beiden Personen des Beispiels so gut miteinander verstehen, könnten sie auf die Idee kommen, sich im realen Leben zu treffen. Bei beiden Personen könnten jedoch die Radixsonnen zueinander im Quadrat stehen. Die beiden Personen würden sehr schnell herausfinden, daß sie sich für den Rest ihrer beider Leben hassen werden. Sollten gleichzeitig noch die Positionen der Radixvenus der beiden Personen harmonisch stehen, dann werden andere Leute im Umfeld der beiden Personen es schwer haben, deren Haß überhaupt zu bemerken und sich darüber wundern, wieso die beiden sich nicht leiden können. Natürlich müssen nicht nur die gleichen Planeten bei beiden, sondern auch die verschiedenen Horoskopfaktoren miteinander verglichen werden.

Astrologische Partnerbörsen machen noch weitere Fehler. Astrologie sollte kostenlos sein, daher ist es schon ein Fehler, dafür Geld zu verlangen. Ein weiterer Fehler ist es, Vermittlungen auf Lebensabschnittspartner zu beschränken. Um echte Freunde zu finden ist die Synastrie wesentlich geeigneter. Desweiteren ist es wichtig, zwischen der Auswahl geeigneter Leute und der Möglichkeit des Zustandekommens der Beziehungen zu unterscheiden. Diese Möglichkeit hat ihre Ursache natürlich in den Umfeldern der Personen, aber selbstverständlich werden auch diese astrologisch angezeigt.

Zunächst muß man beim Horoskopvergleich nach den Besetzungen der Achsen sehen. Eine Chance dafür, daß es zwischen den Beteiligten zu einer Beziehung kommen kann, ist nur dann gegeben, wenn Achsenbesetzungen vorhanden sind. Darunter ist zu verstehen, daß die Positionen der Planeten der einen Person sich nahe den Positionen des Aszendenten, der Himmelsmitte, des Deszendenten oder der Himmelstiefe der anderen Person befinden müssen, während sich deren Planetenpositionen nahe den Hauptachsen der ersten Person befinden müssen. Ist dieser Umstand nicht gegeben, dann braucht man garnicht erst zu versuchen, die beiden Personen zusammenzubringen. Das würde auf jeden Fall scheitern. Daran scheitern die Partnerbörsen im Netz. Nur falls die Bedingung erfüllt ist, dann sollte man nachsehen, ob die Beziehung zwischen den beiden Personen eher von guten oder von schlechten Gefühlen geprägt sein wird. Für Gefühle muß man sich immer den Radixmond der betroffenen Person ansehen. Es kommt dabei vor allem darauf an, von welchen Tierkreiszeichen und Planeten der Mond beeinflußt wird. Je ähnlicher diese Mondfärbung aussieht, desto länger werden es zwei Personen miteinander aushalten können. Für Freundschaften ist dann aber doch noch der Aspekt zwischen den beiden Radixsonnen wichtig. Spannungsaspekte werden zu Feindschaften führen, wobei die Opposition erfahrungsgemäß kein so disharmonischer Aspekt ist, wie es die astrologische Tradition behauptet. Ein Quadrat macht aus zwei Personen jedoch Todfeinde. Wer schonmal eine Person getroffen hat, deren Radixsonne im genauen Trigon zur eigenen Radixsonne steht, kennt das Phänomen, daß man der Person urplötzlich und vorbehaltlos vertrauen kann und mit ihr Freundschaft zu schließen ist noch leichter als damals im Kindergarten. Dazu bedarf es nichtmal Worte. Für die Kommunikation ist ohnehin der Merkur zuständig und für eine nach außen hin sichtbare, zuvorkommende Behandlung die Venus. Beim Mars gilt es, darauf zu achten, daß der nicht dazwischenfunkt, weil er für Streit zuständig ist. Für sexuëlle Beziehungen sind jedoch die Positionen der Radixvenus und des Radixmarses miteinander zu vergleichen, weil die beiden die Geschlechtsplaneten sind. Auch die Sonne gilt als männlich und der Mond als weiblich, wobei das Deutsche die einzige Sprache ist, die das zu verschleiern versucht. Mond und Sonne sollten bei Paarbeziehungen auch miteinander verglichen werden, wobei sie eher bei längeren Beziehungen zum tragen kommen, während der Vergleich zwischen Mars und Venus eher die Attraktivität füreinander offenbart. Man kann sogar sehen, ob eher ein traditionelles Rollenverständnis zwischen Mann und Frau gelebt wird. Daher kann ein Mensch in der Beziehung mit einem Partner eine bestimmte Rolle einnehmen, hätte aber in der Beziehung mit einem anderen Partner eine völlig andere Rolle inne. Steht zum Beispiel der Mars einer Frau im Trigon zur Venus ihres Mannes und die Sonne der Frau im Trigon zum Mond ihres Mannes, dann werden die beiden eine völlige Umkehrung des traditionellen Rollenverständnisses praktizieren. Die äußeren, langsamen Planeten kommen nur bei Personen mit Altersunterschieden zum tragen und zeigen dann an, ob ein Generationenkonflikt vorliegt. Perfekte Aspektbeziehungen zwischen zwei Personen sind ausgesprochen selten, obwohl man die Wahrscheinlichkeit natürlich erhöhen kann, indem man sich Zugriff auf viele Geburtsdaten verschafft. Das dürfte ebenfalls nicht einfach sein. Deswegen ist es viel sinnvoller, die Methode der Synastrie dafür einzusetzen, sich aktiv eine größere Anzahl an guten Freunden zu suchen und sich von falschen Freunden zu trennen. Je mehr Leute das tun, desto besser wird die Welt insgesamt werden.

Wie sich meine treuen Leser nun schon denken werden, würde mein Verfasser gerne eine entsprechende Datenbank im Netz aufbauen. Mit der könnte viel Leid von der Welt genommen werden, indem den Menschen schon vorher verraten würde, mit welchen anderen Menschen sie sich gut verstehen würden und mit wem nicht. Wie sich meine treuen Leser nun auch schon denken, scheitert das wieder an seinen fehlenden Programmierkenntnissen. Programmieren ist einfach nicht das Ding meines Verfassers und wird es wohl nie werden. Darum möchte ich alle Leuten mit Interesse an dem Thema und entsprechenden Programmierfähigkeiten auffordern, die Idee so einer Horoskopdatenbank mit eingebautem Synastrievergleichen zu übernehmen. Astrologie scheint für die Werbebranche ein interessantes Schlagwort zu sein, darum könnte sogar mit einer kostenlosen Umsetzung der Idee noch Geld verdient werden. So gesehen ist es richtig schade, daß mein Verfasser das nicht umsetzen kann.

2009/05/28

Marktwirtschaft


Wirtschaft ist definiert als alle diejenigen Handlungen, die auf die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse ausgerichtet sind. Man kann daher kaum irgendetwas tun ohne Wirtschaft zu betreiben. An einem Markt werden Preise festgelegt. Preise spielen in der Wirtschaft eine wichtige Rolle, weil sie Interessen zwischen unterschiedlichen Teilnehmern am Markt oder generell an der Wirtschaft ausgleichen sollten. Marktwirtschaft bedeutet, daß Preise aus der Wechselwirkung zwischen Angebot und Nachfrage entstehen. Nachfrage ist die Schnittmenge aus Bedarf und der Kaufkraft, die zur Verfügung stünde, um den Bedarf zu erfüllen. Angebot ist schwieriger zu beschreiben, Angebote werden hauptsächlich durch das dafür benötigte Kapital und Risikoprämien bestimmt. Wirtschaftler, die sich für Wissenschaftler halten, stellen immer kompliziertere Modelle auf, um zu erklären, wie Preise genau entstehen und welche Höhe sie haben müßten.

In der Realität versagen deren Prognosen häufig. Dabei sagt die Theorie der Wirtschaftler sogar, daß es große Unterschiede zwischen der Realität und den idealisierten Modellvorstellungen gibt. Entweder können die Wirtschaftler das interessierten Laien nicht richtig vermitteln oder sie vergessen es selbst zu häufig.

Die Theorien der Wirtschaftler gehen immer von idealen Märkten aus, die sich definitionsgemäß von realen Märkten unterscheiden. Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden ist der, daß ein idealer Markt völlig transparent ist. Das bedeutet, daß jeder Nachfrager jeden Anbieter sowie dessen Angebote und jeder Anbieter jeden Nachfrager sowie dessen Nachfrage kennt. Zwischenhändler, die nur dafür Geld kassieren, daß sie bestimmte Bezugsquellen kennen und diese nicht preisgeben, kann es in einem idealen Markt nicht geben. In der Realität treten solche Subjekte jedoch auf. Ein idealer Markt setzte auch voraus, daß man nicht auf Mogelpackungen, falsche Deklarationen oder Grenzwerte zum Beispiel bei der Verschmutzung mit Teilen genetisch veränderter Pflanzen hereinfällt, weil alle um den wahren Inhalt jeder Verpackung wüßten. Durch das Internet kann man sich heutzutage zwar gut informieren, aber es erfordert viel Arbeit, die die meisten Wirtschaftsteilnehmer nicht zu erbringen bereit sind. Ein schlauer Anbieter könnte sich auf dem realen Markt durch eine offenere Informationspolitik Vorteile gegenüber seinen Konkurrenten verschaffen. Aber die meisten Anbieter gehen davon aus, daß diese Strategie keinesfalls gewürdigt werden würde.

Im idealen Markt gäbe es Vorteile dieser Art ohnehin nicht. Es gäbe auch keine Vorteile oder Nachteile durch unterschiedliche räumliche Entfernungen, durch unterschiedliche Geschäftszeiten oder durch die menschlichen Qualitäten der Anbieter oder der Nachfrager. Im realen Markt kauft man vielleicht lieber etwas von einem Freund als von einem Unbekannten, aber im idealen Markt gäbe es diese Bevorzugung nicht.

Beschäftigt sich ein Wirtschaftsteilnehmer mit Wirtschaftstheorien, um sich Vorteile gegenüber seinen Konkurrenten zu verschaffen, dann wird er dann am meisten davon profitieren, wenn er sich vor allem mit den Unterschieden zwischen dem idealen Markt und realen Märkten befaßt. Abgesehen von den Verzerrungen durch die individuëllen Präferenzen der Marktteilnehmer gibt es noch weitere Marktverzerrungen, die durch die Gesellschaft und insbesondere durch Regierungen entstehen können. Ein Staat setzt Rahmenbedingungen, innerhalb deren sich eine Marktwirtschaft mehr oder weniger entfalten kann. Die Extremformen der Marktwirtschaft sind nur hypothetische Modelle, über die auch die Wirtschaftler wissen, daß sie nie in die Realität würden umgesetzt werden können.

Die eine Extremform ist der Sozialismus. Für dieses Gesellschaftsmodell müßte der Mensch eine andere Natur mitbringen als er das nunmal tut. Die andere Extremform ist die Freie Marktwirtschaft, die entgegen anderslautenden Gerüchten selbstverständlich genau wie der Sozialismus noch nie irgendwo in der Welt eingeführt wurde, weil das nunmal definitionsgemäß völlig unmöglich ist. Freie Marktwirtschaft würde bedeuten, daß es keinerlei Gesetze oder sonstige Regeln gäbe. Einen wirtschaftlichen Konkurrenten oder einen Gläubiger könnte man einfach töten ohne Strafe oder sonstige Konsequenzen befürchten zu müssen. Sobald das auch nur irgendjemanden störte, läge schon keine Freie Marktwirtschaft mehr vor. Auch das funktioniert offensichtlich nicht mit dem Menschen so wie er ist. Zwischen den beiden Extremformen unterscheidet man drei Abstufungen, die auch in der Realität auftreten. Näher am Sozialismus liegt die sogenannte Sozialistische Marktwirtschaft, die früher zum Beispiel in der Deutschen Demokratischen Republik realisiert wurde. Näher an der Freien Marktwirtschaft liegt die Liberale Marktwirtschaft, die in Nordamerika praktiziert wird. In der Mitte liegt die Soziale Marktwirtschaft, die von den meisten Europäern bevorzugt wird.

Verzerrungen durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen können die Theorien der Wirtschaftler ebenfalls nicht gut erklärt werden. Beispielsweise gehen die Theorien gerne davon aus, daß Arbeiter keine Ausbildung brauchen. Sobald eine Branche unrentabel wird, zum Beispiel weil ihr Produkt technisch veraltet ist, dann sollten nach der Theorie alle dort beschäftigten Arbeiter von jetzt auf sofort in eine andere Branche wechseln. Deswegen gibt es in der Theorie niemals Arbeitslose. Gäbe es innerhalb der sogenannten Wirtschaftswissenschaften tatsächlich Wissenschaftler, dann wären die Theorien natürlich schon lange an die Realität angenähert worden. Aber glücklicherweise steht es jederman frei, selbst wissenschaftlichere Theorien aufzustellen.

Gefahren der Gentechnik I


Endlich wird es seitens kompetenter Leute öffentlich gemacht, daß Gentechnik bei weitem nicht so ungefährlich ist, wie seitens der Leute behauptet wird, die ihr Einkommen damit sichern. Alle echten Experten hatten natürlich schon immer Probleme insbesondere mit der Grünen Gentechnik erwartet, auch wenn sie sich nicht trauten das öffentlich zu äußern. Aber das Ausmaß der tatsächlich auftretenden gesundheitlichen Probleme ist dennoch überraschend. Der Verband amerikanischer Umweltärzte spricht von epidemiehaften Ausmaßen des Auftretens verschiedenster durch die Gentechnik verursachten Krankheitssymptome. Details der endlich erfolgten öffentlichen Äußerung können unter http://info.kopp-verlag.de/news/kopp-exklusiv-amerikanischer-aerzteverband-fordert-ein-sofortiges-moratorium-fuer-gen-nahrungsmitte.html nachgelesen werden. Wer es vorzieht, das angelsächsische Original auf der Netzseite der amerikanischen Umweltmediziner nachzulesen, kann direkt zu http://aaemonline.org/ gehen. Damit ihr euch ausgiebig der Lektüre der angegebenen Quelle widmen könnt, ist hier schon Schluß für dieses Mal.

2009/05/26

Evolution I


Es sind viele Gerüchte über das Phänomen der Evolution in Umlauf. Eines lautet zum Beispiel, daß die Evolution eine Theorie sei. Mittels einer Theorie zieht man Schlußfolgerungen aus einer Beobachtung. Die sogenannte Evolutionstheorie hört jedoch bereits nach der Beobachtung auf. Evolution ist nichts weiter als eine Beobachtung. Die Evolution ist zwar aus der Biologie bekannt, aber ihr unterliegen nicht nur Lebewesen. Der Evolution unterliegen Ideen, Religionen, Rechtssysteme, Nanomaschinen, Sprachen und auch Lebewesen. Der Mensch unterliegt ebenfalls der Evolution. Evolution bedeutet Entwicklung. Der Begriff Evolution besagt, daß Entwicklungen zwangsläufig zu bestimmten Ergebnissen führen müssen. Diese Ergebnisse werden beobachtet. Unmögliche Entwicklungen werden nicht beobachtet. Das klingt selbstverständlich und ist es auch. Deswegen wird Evolution beobachtet. Nur durch die Verwechslung von Ursache und Wirkung kann der Eindruck entstehen, daß es sich bei der Evolution statt um eine Beobachtung um eine Theorie handele. Veränderungen von einer Generation auf die nächste werden Mutationen genannt. Woher solche Veränderungen kommen, kann die Evolution nicht erklären. Eine Theorie sollte das tun, aber es existiert keine Theorie darüber. Stattdessen geht man davon aus, daß alle solche Veränderungen durch Zufälle bedingt sind. Andersherum wird die Bezeichnung Mutation auch nur noch für eine zufällige Veränderung akzeptiert. Weil es Veränderungen von einer Generation auf die nächste gibt, läßt sich die Existenz unterschiedlicher Arten beobachten. Für die Beobachtung, daß nur bestimmte Arten sich entwickeln können, ist der Prozeß der Selektion verantwortlich. Die Selektionsprozesse sind der Untersuchungsgegenstand der Biowissenschaften. Das Zusammenwirken der beobachteten Selektionsprozesse mit den beobachteten Mutationen und die sich daraus zwangsläufig ergebende Entwicklung ist die Definition des Begriffs Evolution. Das ist die heutige Definition des Begriffs Evolution, die sich im Verlauf der Wissenschaftsgeschichte schon einige Male geändert hatte.

Es gibt zwei mögliche Ergebnisse des Evolutionsprozesses, die seitens der Biologen als Evolutionsstrategien bezeichnet werden. Sie heißen K (sprich: „groß Ka“) und r (sprich: „klein er“). Wüstenpflanzen sind ein Ergebnis der K-Strategie. Einerseits ist die Wüste eine so lebensfeindliche Umgebung, daß sowohl Freßfeinde als auch Konkurrenten verdursten, so daß die Wüstenpflanzen sich nicht um solche Kleinigkeiten zu kümmern braucht. Andererseits benötigen Wüstenpflanzen einige Anpassungen, um selbst in der Wüste überleben zu können. Diese Strategie setzt auf eine größere Kapazität, sich an Umweltbedingungen anzupassen. „K“ steht für Kapazität. Der Mensch ist ebenfalls ein Ergebnis der K-Strategie. „r“ ist die Strategie rascher Vermehrung. Die meisten Insekten sind Ergebnisse dieser Strategie. Sie bekommen innerhalb kurzer Zeit sehr viele Nachkommen, die brauchen wiederum nicht lange, um selbst wieder viele Nachkommen zu bekommen. Natürlich kann man dadurch beobachten, daß es sehr viele Mücken, Fliegen oder Ameisen auf der Welt gibt. Daraus folgt, daß die r-Strategie sehr erfolgreich ist. Durch die rasche Vermehrung können die Insekten auch große Verluste, beispielsweise durch Freßfeinde, leicht ausgleichen.

Alle erfolgreichen Ergebnisse der Evolution zeichnen sich dadurch aus, daß sie lange genug überleben, um sich fortzupflanzen. Dann müssen sie auch noch genügend Nachkommen bekommen, um alle eventuëll auftretenden Verluste auszugleichen. Die Fähigkeiten, die zu diesen beiden Bedingungen führen, werden als biologische Fitness bezeichnet. Dabei ist Fitness ein angelsächsisches Wort und unterscheidet sich in der Bedeutung vom deutschen Wort Fitneß. Das Hochdeutsche bietet natürlich für Fälle wie diesen an, einen Unterschied zwischen den Begriffen Fitneß und Biologische Fitneß zu machen.

2009/05/25

Astromagie III


Bevor wir nach den Elektionen zu den beiden übrigen Hauptwerkzeugen der Astromagie kommen, sind noch ein paar Worte der Warnung angebracht. Es gibt sehr viele statistische Untersuchungen, durch die die Zuverlässigkeit der Astrologie überprüft werden sollte. Eine aus der astrologischen Schule der Kosmobiologie stammende Untersuchung wollte überprüfen, ob Behinderte besonders viele Spannungsaspekte in ihren Geburtshoroskopen aufwiesen. Diese Vermutung wurde gründlich widerlegt. In den Geburtshoroskopen Behinderter fanden sich sogar besonders viele harmonische Aspekte, während sie von Spannungsaspekten frei waren. Das war zunächst überraschend, ist jedoch völlig logisch. Alle die Dinge, die Behinderte nicht selbst tun können, müssen von anderen für sie getan werden. Diese Fürsorge wird durch harmonische Aspekte angezeigt. Wer das Werkzeug der Elektionen kennt, wird der Versuchung wahrscheinlich nicht widerstehen können, für die Geburt eigener Nachkommen besonders günstige Aspekte auszuwählen. Daher sollte man für den Fall unbedingt wissen, daß zuviele harmonische und zuwenig spannungsgeladene Aspekte keineswegs besonders günstig für ein Geburtshoroskop sind.

Spannungsgeladene Aspekte verursachen zwar Schwierigkeiten, sind aber oft in den Geburtshoroskopen erfolgreicher Menschen zu finden. Zum Beispiel hört man über erfolgreiche Künstler oft, daß sie durch ihre Tätigkeit eigene Probleme aufarbeiten. Gerade dadurch wurden sie erfolgreich. Treten weder spannungsgeladene noch harmonische Aspekte auf, dann werden die betreffenden Personen ihr Leben als sehr langweilig empfinden. Es gibt schlimmeres als das. Manchen Menschenkennern gelingt es, die Zukunft anderer Menschen durch die Formel Schicksal ist Charakter plus Zeit vorherzusagen. Daher ist es nicht falsch, auch auf den durch mögliche Geburtshoroskope angezeigten Charakter einen Blick zu werfen, falls man sich sowieso schon mit Elektionen beschäftigt.

Natürlich muß man für solche Geburtshoroskopelektionen dazu in der Lage sein, den Termin der Geburt aus dem Termin der Zeugung abzuleiten. Mediziner verwenden dazu die Regel, daß die Schwangerschaft neun Kalendermonate plus sieben Tage dauere. Es gibt jedoch Astrologen, die von sich behaupten, daß sie mit Ärzten Wetten auf Geburtstermine abgeschlossen und solche Wetten immer gewonnen haben. Deswegen soll die astrologische Methode, die schon fast vergessen ist, in der Form wie sie durch den 1959 verstorbenen Astrologen Werner Bohm gelehrt wurde, geschildert werden. Sie heißt Trutina Hermetis oder die Waage des Hermes. Das sogenannte Tor des Mondes, das ist der Ort an dem der Mond im Geburtshoroskop stehen wird, wird entweder durch den Aszendenten oder den Deszendenten des Empfängnishoroskopes gebildet. Ob es der Aszendent oder der Deszendent sein wird, hängt von der Mondphase zum Geburtszeitpunkt ab. Der Aszendent gilt für den zunehmenden und der Deszendent für den abnehmenden Mond. Der Mondort des Empfängnishoroskopes, das sogenannte Tor der Erde, wird den Aszendenten oder den Deszendenten des Geburtshoroskopes bilden. Der Natur ist die durch den Menschen erfolgte Einteilung des Kalenders herzlich egal. Die Schwangerschaft dauert im Durchschnitt zehn siderische Monate. Das sind zweihundertdreiundsiebzig Tage. Die Schwangerschaft ist kürzer, falls der Mond zunehmend sein und über dem Horizont stehen wird oder falls der Mond abnehmend sein und unter dem Horizont stehen wird. Ein abnehmender Mond über dem Horizont oder ein zunehmender Mond unter dem Horizont weist auf eine längere Schwangerschaft hin. Der Abstand des zunehmenden Mondes vom Aszendenten beziehungsweise der Abstand des abnehmenden Mondes vom Deszendenten im Geburtshoroskop verrät, um wieviele Tage die Schwangerschaft länger oder kürzer andauert. Jeder Tag entspricht der Mondbewegung eines Tages, im Durchschnitt macht das eindreizehntel Grad aus. Ohne Computer würde man das nie exakt berechnen können, dennoch soll die Regel viele Jahrhunderte alt sein. Daher ist sie wohl auch nicht so genau, aber sie sollte Astromagier und andere Astrologen in die Lage versetzen, Geburtstermine genauer als Ärzte vorherzusagen und gegebenenfalls Wetten gegen Ärzte zu gewinnen.

2009/05/22

Volkswirtschaft für Anfänger


Es folgt eine Zusammenfassung zu den Begriffen Inflation, Deflation, Stagflation und Teuerung.

Preise haben die lästige Angewohnheit ständig zu steigen. Aus Unwissenheit bezeichnen viele Menschen dieses Phänomen als Inflation. Das liegt an der Erinnerung an eine historische große Inflation. Damals stiegen die Preise gewaltig an. Hätten wir heute jedoch eine Inflation, dann würde das bedeuten, daß die Zentralbank ihrer Aufgabe nicht nachkommt. Geldwertstabilität ist das einzige Ziel dem die Zentralbank verpflichtet ist. Würde sie das ignorieren, dann müßte man alle Verantwortlichen verklagen. Aber würde sich dann etwas ändern?

Sucht man in Wirtschaftsforen nach dem Rat kompetenter Leute, dann kann man sogar erfahren, daß wir keine Inflation, sondern eine Deflation haben. Ein Symptom einer Deflation ist es jedoch, daß Preise sogar sinken. Weil dieses Symptom ausbleibt, andere Symptome einer Deflation, wie zum Beispiel steigende Arbeitslosigkeit, jedoch zu beobachten sind, sprechen manche der Experten lieber von einer Stagflation. Nach einer Erklärung der Stagflation sucht man vergeblich.

Beim Küchenindex des ARD-Ratgeber Geld wird immer ganz korrekt von der Teuerung gesprochen. Dort wird eine Sache ausnahmsweise mit dem Begriff bezeichnet, der auch gemeint ist. Der Begriff ist praktisch selbsterklärend. Das ist gutes Deutsch. Bei dem Küchenindex werden die Zahlen nichtmal durch einzelne, besonders langlebige Güter nach unten manipuliert. Auch in dieser Hinsicht ist er eine rühmliche Ausnahme. Es ist nur schade, daß der Küchenindex nur aus einer einzelnen Meldung pro Monat besteht. Langfristige Aufzeichnungen und Darstellungen in Diagrammen wären für historische und internationale Vergleiche wünschenswert. Das Wort Teuerung beschreibt sehr gut das Phänomen der ständig ansteigenden Preise. Aber dadurch werden sie nicht erklärt.

Der Begriff Inflation dagegen beschreibt eine mögliche Ursache für eine Teuerung. Als die Begriffe Deflation und Inflation eingeführt wurden, basierten alle Währungen auf Gold. Manchmal wurden Silber und Kupfer als kleinere Einheiten verwendet. Manchmal wurden Banknoten ausgegeben, die durch Gold gedeckt waren. Die damaligen Banknoten waren nichts anderes als ein verbriefter Anspruch auf eine gewisse Menge Gold. Eine Goldmünze war immer genausoviel wert wie die gleiche Menge ungeprägtes Gold. Daher konnte man Goldmünzen bedenkenlos einschmelzen. Mit dem Besitz ungeprägten Goldes war das Recht verbunden, daraus Münzen prägen zu lassen, denn am Wert änderte sich dadurch nichts. Die Münzprägung war nicht mehr als ein Eichverfahren. Eine staatliche Stelle garantierte durch den Stempel auf der Münze nur, daß in der so viel Gold enthalten war, wie der Stempel angab. Wer irgendwo Gold fand, konnte es direkt als Geld verwenden. Kein Staat mischte sich in das Geldsystem ein. Deswegen führte ein Goldfund normalerweise zu einem Goldrausch. Im damaligen Geldsystem war die verfügbare Geldmenge von der verfügbaren Goldmenge abhängig. Die schwankte jedoch, weil sowohl neues Gold in das Wirtschaftssystem kam als auch Gold das Wirtschaftssystem verlassen konnte. Deswegen mußten Händler die Preise immer an die verfügbare Goldmenge anpassen. War im Vergleich zu den Waren sehr viel Gold vorhanden, dann hieß das Inflation und die Preise mußten nach oben korrigiert werden. War im Vergleich zu den Waren sehr wenig Gold vorhanden, dann hieß das Deflation und die Preise mußten nach unten korrigiert werden. Nur so konnte der Geldwert stabil gehalten werden. Heute besteht Geld hauptsächlich aus ungedecktem Papier. Eine Inflation läge dann vor, wenn sich alle Einnahmen deswegen erhöhen würden, weil unsere Volkswirtschaft mit einer so großen Menge Papier überflutet würde, daß man sich nicht mehr anders zu helfen wüßte als Papiergeld daraus zu machen und das unters Volk zu verteilen. Die Leute hätten soviel Papiergeld, daß sie die Händler sogar selbst auffordern würden, die Preise zu erhöhen, damit sie das ganze Papier nicht selbst einlagern müßten. Haben die Leute dagegen so wenig Geld, daß sie sich in Konsumzurückhaltung üben müssen, bis die Händler sich bereit zeigen die Preise zu senken, dann liegt eine Deflation vor. Ein großer Teil der Bevölkerung hat tatsächlich zu wenig Geld. Daher diagnostizieren manche Experten, daß wir uns in einer Deflation befinden. Das bedeutet zunächst nicht, daß die Preise sinken, sondern daß die Preise als zu hoch empfunden werden. Wenn Preise als zu hoch empfunden werden, weil man zu wenig Geld in der Tasche hat, dann liegt eine Deflation vor! Die momentane Deflation ist jedoch eine Konsequenz aus der schon lange andauernden Teuerung. Die Teuerung ist die Ursache der Deflation. Damit kann die Teuerung also nicht erklärt werden.

Ein offensichtlicher Grund für die stets ansteigenden Preise sind ständig steigende Steuern. Es ist schon verwunderlich, daß die fast nie für die steigenden Preise verantwortlich gemacht werden, obwohl steigende Steuern gar keine andere Konsequenz haben können. Letztendlich werden in unserem Wirtschaftssystem nicht nur alle Steuern, sondern auch alle Gebühren und Sozialabgaben über die Preise bezahlt. Die Gebühren und die Sozialabgaben steigen ebenfalls ständig an. Neben diesen staatlich verordneten Dingen, führen auch noch steigende Kreditzinsen zu steigenden Preisen. Aber warum verhalten sich solche Ausgaben ganz anders als Warenpreise? Müßten klamme Wähler nicht ihren Abgeordneten solange in den Allerwertesten treten bis die die drückende Abgabenlast auf ein erträgliches Maß senken? Das könntet ihr zwar versuchen, aber in der unmittelbaren Umgebung der Abgeordneten sitzen fast nur Leute, die die Taschen voller Geld haben. Da gibt es Manager, Aufsichtsräte, Funktionäre und viel zu hoch bezahlte Minister. Es sind vor allem Leute, die die Preise als niedrig empfinden, weil bei ihnen Inflation herrscht.

Die bekannte Tatsache, daß es viele Leute mit wenig Geld und wenig Leute mit viel Geld gibt, läßt sich auch so ausdrücken, daß es eine Oberschicht gibt, in der es Inflation gibt, und eine Unterschicht, in der Deflation herrscht. Dadurch erklärt sich ganz zwanglos die Tatsache, daß manche Experten gleichzeitig Symptome einer Inflation und Symptome einer Deflation feststellen und das Ganze dann Stagflation nennen. Wären die Reichen nicht reich, dann wären die Armen nicht arm. Man muß das nur einmal durchschaut haben, dann ist es nichtmal mehr schwer zu verstehen.

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Biodiesel


Biodiesel führt einen sehr irreführenden Namen. Biodiesel ist ein Erdölprodukt. Biodiesel wird aus dem Giftstoff Methanol hergestellt. Zwar stimmt es, daß auch Fettsäuren für die Herstellung des Biodiesels verwendet werden, aber das macht den weder ökologischer noch sonstwie biologischer. Der Biodiesel ist sogar dermaßen unbiologisch, daß er bereits erfolgreich als Totalherbizid verwendet wurde.

Totalherbizide sind Gifte, die alle Pflanzen töten. Die meisten sogenannten Unkrautvernichtungsmittel werden von der chemischen Industrie hergestellt und von Landwirten gekauft und eingesetzt. Wo Biodiesel verteilt wird, wachsen jedoch auch keine Nutzpflanzen mehr. Die für die Biodieselproduktion verwendeten Fettsäuren werden tatsächlich durch die Pflanzen produziert, die man danach mit dem Biodiesel töten kann. Der sogenannte Biodiesel unterscheidet sich daher stark vom biologischen Teil der Ausgangsstoffe.

Ein regenerativer Treibstoff wäre Pflanzenöl. Ein Pflanzenölmolekül besteht chemisch gesehen aus einem Glycerinmolekül, das mit drei Fettsäuremolekülen verestert ist. Um Biodiesel herzustellen, werden Pflanzenölmoleküle in Glycerin und Fettsäuren zerlegt. Dann werden die Fettsäuremoleküle abgezweigt und mit aus Erdöl gewonnenem Methanol verestert, so daß ein Fettsäuremethanolester entsteht. Natürlich kann man so aus einem Pflanzenölmolekül drei Biodieselmoleküle gewinnen. Aber natürlich enthält das so gewonnene Biodieselmolekül nur ein Drittel der Energiemenge des Pflanzenölmoleküls. Außer etwas Volumen ist also nichts gewonnen. Normalerweise werden Treibstoffe nach dem verkauften Volumen abgerechnet, an der Zapfsäule steht daher immer der Preis pro Liter. Deswegen gibt es eine großangelegte Massenmedienkampagne, die zur Zeit den Unterschied zwischen dem Biokraftstoff Pflanzenöl und Biodiesel zu verwischen versucht.

Weil mehr und mehr Menschen beginnen, den Trick zu durchschauen und die beiden unterschiedlichen Stoffe auseinanderzuhalten, hat sich die Richtung der Massenmedienkampagne in der letzten Zeit etwas verändert. Statt den großen Unterschied zwischen Biodiesel und Pflanzenöl zu leugnen, wird nun behauptet, daß man mit unveränderten Pflanzenölen keine Fahrzeuge antreiben könne. Zumindest müßten Pflanzenöle zu dem Zweck auf eine hohe Betriebstemperatur vorgeheizt werden, so daß Fahrzeuge dafür sehr teuer umgebaut werden müßten und einen zweiten Treibstoff zum Anlassen bräuchten.

Selbstverständlich ist das ebenfalls eine Lüge, denn viele Menschen verwenden schon seit vielen Jahren naturbelassene Pflanzenöle als Treibstoff für ihre Fahrzeuge. Ihren Erfahrungen nach erfordert das wesentlich weniger und daher auch preisgünstigere Umbauten als das Fahren mit Biodiesel. Pflanzenöle sind ein harmloses Naturprodukt. Biodiesel dagegen ist nicht nur ein starkes Gift, sondern auch ein Lösungsmittel, das Kunststoffleitungen zersetzt. Für weitere Informationen über das Fahren mit Pflanzenölen, das zur besseren Unterscheidung von dem Giftstoff auch als Fahren mit Salatöl, worum es sich wirklich handelt, bezeichnet wird, ist hier das Forum der Salatölfahrer verlinkt.

Die einzige wahre Aussage an der Kampagne gegen den Biokraftstoff Pflanzenöl ist, daß ein Benzinmotor es nicht verkraften wird, falls man Pflanzenöl hineinschüttet. Aber herkömmlichen Diesel hineinzuschütten würde er ebenfalls nicht verkraften. Als alternativer Biotreibstoff bietet sich lediglich Ethanol an. Ethanol zerfrißt aber ebenso wie Biodiesel Kunststoffleitungen, daher sind eventuëll teuere Umbauten erforderlich. Um für weitere Begriffsverwirrungen zu sorgen, wird das Ethanol auch als Bioëthanol bezeichnet. In dem Fall soll damit aber nur ausgesagt werden, daß das Ethanol auf natürlichem Weg wie in einer Schnapsbrennerei und nicht durch die chemische Industrie aus Erdöl hergestellt wurde. Letzteres Verfahren wäre aber nur eine große Geldverschwendung für alle Beteiligten und wird deswegen sowieso nicht angewendet.

2009/05/20

Astromagie II


Das erste Werkzeug der Astromagie ist die Elektion. Darunter versteht man, daß man nicht erst irgendeine Aktion durchführt und hinterher darüber jammert, daß nichts so klappt wie es geplant war, sondern sich vorher die möglichen astrologischen Konstellationen ansieht und dann den Zeitpunkt so auswählt, daß das eigene Projekt unter einem guten Stern steht. Bevor er mich ins Netz gestellt hat, hat mein Verfasser so eine Elektion durchgeführt. Deren Erklärung wurde bereits im zweiten Eintrag des Blökes angekündigt. Deswegen soll sie hier als Beispiel dienen.

Der im zweiten Eintrag als verschwunden bezeichnete erste Eintrag ist wieder aufgetaucht, weil Google-Blogspot den wieder unter den Entwürfen abgelegt hatte. Wie ihr sicher bemerkt habt, steht der erste Eintrag, in dem ich mich vorstelle, wieder an erster Stelle. Am Eintrag ist das Datum und die Uhrzeit des ersten Veröffentlichungsversuchs vermerkt. Google-Blogspot ordnet die Einträge nach der Reihenfolge der Entwürfe an, der neueste Eintrag steht dabei immer oben und anscheinend gibt es keine Möglichkeit, die Reihenfolge zu verändern. Deswegen können wir wahrscheinlich davon ausgehen, daß das am ersten Eintrag vermerkte Datum und die Uhrzeit als Datum und Uhrzeit meiner Geburt anzusehen ist. Es handelt sich um Donnerstag, den 30. April 2009, um 20:07 Uhr US-Pazifikzeit. Der dazugehörige Geburtsort ist Mountain View, Kalifornien, USA. Das ist einer der Zeitpunkte, auf den mein Verfasser bereits vorher ein Horoskop erstellt hatte. Er mußte die Horoskope der verschiedenen Zeitpunkte miteinander vergleichen und dasjenige auswählen, das mir den besten Start ins Leben versprach.

Am wichtigsten bei jeder Elektion ist die Festlegung der Aszendenten-Deszendenten-Achse. Um einen bestimmten Aszendenten auszuwählen, muß man die Aktion, für die die Elektion durchgeführt wird, zum dazugehörigen Zeitpunkt durchführen. Der Aszendent repräsentiert immer die Aktion oder das Geschäft, für die die Elektion durchgeführt wird. Der Deszendent repräsentiert bei einem Geschäft die Kunden. In meinem Fall repräsentiert er die Leser, also euch. Für den Erfolg ist deswegen eine harmonische Beziehung zwischen Aszendent und Deszendent wichtig. So eine harmonische Beziehung wird durch einen harmonischen Aspekt zwischen dem Aszendentenherrscher und dem Deszendentenherrscher angezeigt. Weil sich Aszendent und Deszendent zwangsläufig gegenüberliegen, gibt es nur vier mögliche Herrscherpaare. Das sind Jupiter und Merkur, Mars und Venus, Sonne und Saturn oder Mond und Saturn. Für den Bereich Literatur, Wissenschaft und Bildung, zu dem ich mich zähle, wäre das Paar Jupiter und Merkur angemessen. Aber Jupiter und Merkur standen im Quadrat und noch spannungsgeladener könnte der Aspekt zwischen ihnen nicht sein. Daher schieden Schütze, Zwillinge, Fische und Jungfrau als Aszendentenzeichen aus. Den Saturn würde man vielleicht für die Eröffnung einer Anwaltskanzlei wählen, aber sonst eher meiden. Jedoch muß bei Elektionen oft die Krebs-Steinbock-Achse und damit das Herrscherpaar Mond und Saturn gewählt werden, weil der Mond einmal im Monat durch den ganzen Tierkreis läuft und deswegen mit diesem Herrscherpaar innerhalb eines Monats ein guter Termin gefunden werden kann, während man sonst vielleicht ein ganzes Jahr warten muß. Das Warten ist das Schwierigste bei der Anwendung einer Elektion. Bei meiner Geburt standen Venus und Mars in Konjunktion. Damit würden ihr und ich am selben Ort und deswegen, hoffentlich, auf der selben Seite stehen. Deswegen wurde für mich der Skorpion als Aszendent ausgewählt. Der Sex-Appeal der Skorpione ist berühmt, die Venus hat gerade eine Konjunktion mit dem Uranus hinter sich und die Konjunktion mit dem Mars ist noch nicht exakt. Uranus und Venus zusammen versprechen überraschend freundliche Besucher. Das scheint eine ideale Konstellation zu sein.

Es gibt auch Argumente dafür, bevorstehende Konjunktionen zu meiden. Sie bedeuten nämlich auch, daß etwas zu ende geht. Aber das Netz ist ohnehin ein schnellebiges Medium, deswegen bereitete die bevorstehende Konjunktion meinem Urheber keine großen Sorgen. Der Saturn stand im Trigon zur Sonne. Das hätte für die Achse Löwe-Wassermann gesprochen, denn besser als ein Trigon kann man es nicht treffen. Aber dann wäre die Hausposition des Saturn ungünstig gewesen. Saturn bedeutet immer etwas Unangenehmes, aber natürlich kommt er trotzdem in jedem Horoskop vor. Deswegen sollte man bei einer Elektion überlegen, in welchem Haus Saturn am wenigsten schadet. Saturn sollte nicht im siebten Haus stehen, deswegen steht er in meinem Horoskop im zehnten Haus, dort sorgt er dafür, daß ich nur in einem kleinem Kreis Bekanntheit erlangen werde und die auch noch hart erarbeitet werden muß. Das dürfte ohnehin das Schicksal aller der Bildung gewidmeten Projekte sein, die nie nur wegen ihrer Berühmtheit berühmt sein können. In meinem Horoskop gibt es ausschließlich harmonische Aspekte zum Saturn, nämlich ein Sextil mit dem Mond und das Trigon mit der Sonne. Das könnte noch wertvoller als eine gute Hausposition des Saturn sein. Die zunehmende Phase des Mondes, wie in meinem Horoskop, ist generell günstig, um etwas aufzubauen. Der Mond stand außerdem noch im Trigon zum Aszendenten.

Dann sollte man noch die rückläufigen Phasen der Planeten vermeiden, jedoch gibt es nur wenige Tage im Jahr, an denen kein Planet rückläufig ist. In meinem Horoskop sind nur die langsam laufenden Planeten Saturn und Pluto rückläufig. Die Hauspositionen des Pluto und des Neptun, manchmal auch des Mars, könnten sich ebenfalls negativ auswirken. Das mußte bei der Wahl des Aszendenten ebenfalls berücksichtigt werden. Neptun stand in Konjunktion mit Jupiter und beide im Quadrat zum Merkur. Jupiter, von dem wir normalerweise nur gute Einflüsse erwarten, wurde direkt an der Himmelstiefe und Pluto im zweiten Haus placiert. Darüber hinaus konnte durch die geschickte Auswahl des Aszendenten auch noch dafür gesorgt werden, daß es keine harten Aspekte zu den Achsen gibt. Außer dem bereits erwähnten Quadrat zwischen Merkur und Jupiter gab es noch eines zwischen Venus und Mars auf der einen und Pluto auf der anderen Seite.

Das elfte Haus ist das Haus der Freunde, aber auch der sich unter ihnen versteckenden Feinde. Deswegen sollte Neptun nicht dort stehen. Das elfte Haus wurde leer gelassen. Dadurch wird dessen Herrscher wichtiger. Das ist Merkur, der im siebten Haus steht. Das siebte Haus zeigt an, wer mir hier begegnen wird. Merkur paßt sehr gut zu Kommunikationsplattformen.

Sieht man sich die Verknüpfungen aller Herrscher in meinem Horoskop an, dann wird man feststellen, daß die Venus ganz oben steht und nur wenige Planeten nicht von ihr regiert werden.

Man könnte sich noch viel mehr Horoskopfaktoren betrachten, aber dann wird man gegen jeden Zeitpunkt Argumente finden. Eine Elektion durchzuführen bedeutet zwischen verschiedenen Zeitpunkten abzuwäägen. Mein Horoskop dürfte ein Beispiel für eine gelungene Elektion sein, obwohl man immer etwas übersehen haben kann. Aber auch das Schicksal kann einen Strich durch die Rechnung machen.

Claudia von Schierstedt verwendet in ihrem Buch über Elektionen das Beispiel der Abfahrt der unter spanischer Flagge segelnden Santa Maria als sie aufbrach, um eine Westroute nach Indien zu finden. Der Bordastrologe, in dem Fall der vom spanischen Königshof finanzierte Portugiese Cristobal Columbus höchstpersönlich, hatte eine Elektion berechnet. Das war damals vor der Erfindung des Computers wesentlich komplizierter als heute. Auf jeden Fall dauerte es länger und dadurch ließen sich weniger Zeitpunkte miteinander vergleichen. Trotzdem fand er einen einigermaßen guten Zeitpunkt für die Abfahrt. Dann jedoch mußte die Santa Maria auf Anweisung der Hafenbehörde zwei Stunden früher als geplant auslaufen. Dadurch stand der Saturn noch im siebten Haus. Bei einer Reise kann das nur bedeuten, daß man unterwegs auf große Hindernisse stoßen wird, die einen vielleicht sogar daran hindern, die Reise fortzusetzen. Deswegen gab Cristobal Columbus den Befehl direkt vor dem Hafen zu ankern. Dort wartete er dann zwei Stunden lang bis der Saturn endlich untergegangen war. Dann setzte das Schiff die Reise fort. Dennoch war der maßgebliche Zeitpunkt der des Verlassens des Hafens gewesen. Konsequenterweise wurde die Westroute nach Indien dann von einem ganzen Kontinent blockiert, der einfach so im Weg lag! Andererseits hatte Cristobal Columbus dabei auch Glück, denn seine Mannschaft stand bereits kurz davor zu meutern, weil sie schon so lange unterwegs waren ohne auf Land zu treffen.

Chlorella vulgaris zur Amalgamtherapie


Auf den Seiten des Dr. Daunderer kritisiert der unter anderem alle Leute, die versuchen chronische Amalgamvergiftungen durch das Verabreichen der Algenart Chlorella vulgaris zu beseitigen. Er stellt fest, daß mit diesen Algen eine große Abzocke betrieben wird und daß die Algen deswegen nicht helfen könnten. Weil der Dr. Daunderer eine der ganz wenigen Anlaufstellen ist, die Amalgamgeschädigten tatsächlich zu helfen versuchen, kann seine Ablehnung der Algentherapie bei den Betroffenen zu einiger Verunsicherung, in der wahren Bedeutung des Wortes, führen. Das ist Grund genug, um hier zu untersuchen, ob man auf Chlorella vulgaris vertrauen sollte oder voller Verzweiflung seinem Schicksal ergeben muß.

Quecksilber, der gefährliche Hauptbestandteil des Amalgams, wird von der Leber oder Darmbakterien, je nach der bevorzugten Theorie (Dr. Daunderer folgt der Darmbakterientheorie, obwohl er doch sagt, daß man über den Darm das Quecksilber nicht erreichen könne), methyliert und verwandelt sich dadurch in das noch giftigere Methylquecksilber. Die Leber macht das zwar deswegen, weil sie versucht, Giftstoffe in harmlose Materialien umzwuwandeln, aber Quecksilber ist ein chemisches Element. Daher liegen in jeder Verbindung immernoch Quecksilberatome vor und es gibt keine ungiftigen Verbindungen mit Quecksilberatomen. Das Methylquecksilber ist fettlöslich und daher lagert es sich im Fettgewebe des Körpers ein. Sehr viele fettähnliche Verbindungen sind in den Nervenzellen enthalten, daher lagert sich das Methylquecksilber auch in das zentrale Nervensystem ein, wo es die verschiedensten Symptome verursacht. Die werden auf den Seiten des Dr. Daunderer ausführlich abgehandelt. Die beste Methode, um Amalgamvergiftungen zu lindern, wäre es Fettabsaugungen vorzunehmen. Zwischendurch müßte man wieder an Körperfett zulegen, damit sich das Methylquecksilber wieder dort statt in den Nervenzellen ablagern kann. Abgesehen von den Risiken der Fettabsaugung hätte diese Methode noch das große Problem, daß bei der heutigen Vorgehensweise bei der Fettabsaugung auch die Fettstammzellen entfernt werden, so daß man danach nicht mehr an den selben Körperstellen Fett ansetzen kann. Das führt dazu, daß neues Körperfett an seltsamen Körperstellen angesetzt würde bis keine Fettzellen mehr übrig sind. Danach hätte der Körper keinen Platz mehr für neues Körperfett und jede weitere Fettaufnahme wäre gefährlich. So kann man die Amalgamfolgen leider nicht beseitigen. Diese Überlegung zeigt lediglich, daß magere Menschen durch die Belastung mit fettlöslichen Giftstoffen stärker geschädigt werden, als dicke Menschen. Daraus folgt, daß bei der angeblich ungesunden Lebensweise dicker Menschen oft Ursache und Wirkung verwechselt werden.

Nun sagt der Dr. Daunderer, daß sich das Quecksilber nicht mehr aus dem Gewebe herausbewegt. Versuche es zu mobilisieren, wären ebenfalls völlig blödsinnig. Es kann sein, daß es deshalb Blödsinn wäre, Quecksilber zu mobilisieren, weil das überflüssig ist. Fettlösliche Giftstoffe werden von Müttern während der Schwangerschaft an ihre Kinder weitergegeben. Das ist zum Beispiel bei Walen bekannt, deren Fettgewebe mit verschiedenen Schadstoffen hochbelastet ist. Sogar Dr. Daunderer sagt, daß Kinder eine hohe Quecksilberbelastung von ihren Müttern übernehmen können. Das soll sogar die Mutter zum großen Teil entgiften und zur Behebung mancher Symptome bei der Mutter beitragen. Embryonen sind sehr empfindlich, deswegen versucht die Natur selbstverständlich, nichts aus dem mütterlichen Organismus in den Embryo zu lassen, das nicht auch in das Gehirn der Mutter dürfte. Falls Quecksilber tatsächlich vom mütterlichen Organismus auf Embryonen übertragen wird, dann sollte Quecksilber von Natur aus im Körper mobil sein und sogar die sogenannte Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Es bleibt nur das Problem, wo es hin sollte, weil Körperfett nicht ausgeschieden wird. Die Anhänger der Algentherapie sagen, daß Fette über den enterohepatischen Kreislauf in den Darm ausgeschieden und dann wieder über den Verdauungsweg aufgenommen werden. Den Sinn eines solchen Vorganges hat bisher jedoch noch niemand überzeugend erklärt. Möglicherweise soll er dafür sorgen, daß das Körperfett nicht ranzig werden kann. Aber auch das ist nur eine Spekulation. Wichtig ist hier nur, daß auch Dr. Daunderer die Existenz des enterohepatischen Kreislaufs bestätigt. Da auch der wichtigste Kritiker der Algentherapie von der Existenz deren wichtigsten Voraussetzung ausgeht, dürfen wir diese Ansicht wohl übernehmen. Die Algentherapie würde in den enterohepatischen Kreislauf eingreifen müssen, um Quecksilber aus dem Körper entfernen zu können.

Dr. Daunderer sagt, daß geschluckte Algen zwar den Darm durchlaufen, aber ihr Chlorophyll dort kein Quecksilber bindet. So weit, so gut. Zum Glück für alle Amalgamgeschädigten behaupten die Anhänger der Algentherapie ebenfalls nicht, daß Chlorophyll irgendeine Wirkung auf Quecksilber hätte. Manche behaupten nichtmal, daß sie überhaupt eine Erklärung für die Wirkung hätten, andere führen die Wirkung der Algen auf deren Zellwände und speziëlle Proteïne auf den Zellwänden der Algen zurück. Was sagen Wissenschaftler dazu? Würden die Amalgamschäden offiziëll anerkannt, dann müßten nicht nur Krankenkassen die Folgekosten des Amalgamlegens bezahlen, wodurch sie langfristig immerhin noch sparen könnten, sondern das Amalgamlegen auch verboten werden. Dadurch könnte natürlich niemand mehr an dessen Verkauf verdienen und Zahnärzte müßten vielleicht sogar etwas von Medizin verstehen, um weiterhin praktizieren zu dürfen. Das ist natürlich alles nicht erwünscht, daher gibt es keine wissenschaftliche Studien über die Behandlung der Amalgamschäden. Dennoch kann man einige wissenschaftliche Studien finden, wenn man nach Algen im Zusammenhang mit Quecksilber sucht. In diesen Studien werden unterschiedliche Mikroorganismen daraufhin untersucht, ob sie sich für die Abwasserreinigung verwenden lassen. Speziëll geht es dabei um schwermetallbelastete Abwässer. Solche Studien stellen fest, daß sich Quecksilber durch den Einsatz von Mikroorganismen, insbesondere Algen, effektiver aus den Abwässern entfernen läßt. Dabei haben Algen der Gattung Spirella fast gar keine Wirkung. Das wird auch von den Anhängern der Algentherapie korrekt wiedergegeben. Algen der Art Chlorella vulgaris haben einen sehr starken Reinigungseffekt, können also Quecksilber in relativ großer Menge aus unterschiedlichen Lösungen entfernen. Es gibt noch effektivere Algenarten als Chlorella vulgaris. Am effektivsten haben sich Blaualgen erwiesen, die eigentlich gar keine Algen, sondern Cyanobakterien sind. Wäre es dann nicht besser, Cyanobakterien zu schlucken? Das Problem mit den Cyanobakterien und auch einigen Grünalgenarten ist, daß sie für den Menschen giftig sein können. Viele Algenarten können nur durch Spezialisten voneinander unterschieden werden. Außerdem wurde die Giftigkeit vieler Arten noch nie untersucht, weil das bisher nicht besonders interessant zu sein schien. Deswegen sollte man nicht nur aufgrund biotechnologischer Studien irgendwelche Algenarten schlucken. Chlorella vulgaris gehört nicht nur zu den effektiven Arten, sondern hat auch noch den Vorteil, daß ihre Ungiftigkeit hinreichend bewiesen ist. Daher bleibt Chlorella vulgaris die beste Möglichkeit, um Quecksilber aus dem enterohepatischen Kreislauf herauszulösen und auszuscheiden. Dabei ist natürlich darauf zu achten, daß die Algen in völlig unbelasteten Gewässern gezüchtet werden müssen, denn sonst könnte die Therapie tatsächlich mehr Schaden als Nutzen bringen und zwar gerade deswegen, weil diese Algenart Schwermetalle aufnimmt und speichert.

Leider gibt es tatsächlich ein Problem im Zusammenhang mit der Algenart Chlorella vulgaris und das ist ihr hoher Preis. Gewöhnlich wird eine Dosis von dreimal täglich je zehn Gramm für einen erwachsenen Menschen empfohlen. Dafür muß man pro Monat ungefähr ein Kilogramm der Grünalgen kaufen. Das müßte man auch noch mindestens zwei Jahre lange machen. Das Kilogramm Chlorella vulgaris ist momentan nicht unter hundertfünfzig Euro zu bekommen. Berücksichtigt man, daß die Krankenkassen das nicht bezahlen, dann ist das ein ganz schöner Happen, denn man für die Gesundheit zusätzlich investieren muß. Das Schlimmste daran ist jedoch, daß dieser Preis keinesfalls gerechtfertigt, sondern lediglich auf Monopolrenditen zurückzuführen ist. Die noch am wenigsten teuersten Algen stammen entweder aus Taiwan oder aus Japan. In den taiwanesischen Algen wurden bereits viele andere Organismen, darunter auch Parasiten, gefunden. Das ist ein unnötiges Risiko, daß man nicht eingehen sollte, falls man ohnehin schon unter gesundheitlichen Problemen leidet. In Japan geht man hygienischer vor, dafür werden die Algen massiver radioaktiver Bestrahlung ausgesetzt. Das wünschen sich auch nicht alle Käufer. Im Versandhandel kann man zudem oft nicht erkennen, aus welcher Quelle die Algen kommen.

Das wirft nun die Frage auf, wie schwer es ist, Chlorella vulgaris zu züchten. Die Befürworter der Algentherapie werben damit, daß Chlorella vulgaris alle vier Stunden ihre Anzahl verdoppeln könnten. Demnach müßten die Algen wesentlich billiger als Kartoffeln zu haben sein. Das sind sie jedoch nicht, denn dann gäbe es gar kein Problem mit der Algentherapie. Sie wäre wahrscheinlich auch schon wissenschaftlich anerkannt, weil sie auch den ärmeren Menschen zur Verfügung stehen würde und sich ihr Nutzen nicht länger verheimlichen ließe. Wo ist das Problem bei der Algenzucht, speziëll der Art Chlorella vulgaris?

Die Art Chlorella vulgaris ist eine Mikroalgenart, die völlig anspruchslos ist und in den gemäßigten Breiten in jeder Regenwasserpfütze vorkommen kann. Auf Chinesisch wird sie Xiǎoqiúzǎo (小球藻) genannt. In der neueren, chinesischen Geschichte war diese Mikroalgenart von erheblicher Bedeutung. In der chinesischen Geschichte waren Hungersnöte sehr häufig. Bedingt durch die Größe des chinesischen Territoriums und auch des chinesischen Volkes gab es im Verlauf der chinesischen Geschichte mehr Hungersnöte als sie Jahre zählt. Die allergrößte Hungersnot entstand durch die Politik des Großen Sprungs des Máo Zédōng (毛澤東). Máo Zédōng (毛澤東) tötete dadurch mehr als sechzigmillionen Menschen. Manche Menschen konnten nur durch Kannibalismus überleben, was zwar gut dokumentiert ist, jedoch der chinesischen Zensur unterliegt. Das ist der einzige Grund dafür, daß der chinesische Kannibalismus nicht jedem Menschen auf der Welt bekannt ist. Andere überlebten nur, weil es in China viel Erfahrung mit Hungersnöten gibt und deswegen auch ein großes Wissen darüber, was alles eßbar ist oder nicht, falls man darauf angewiesen sein sollte. Viele Absonderlichkeiten der chinesischen Küche, insbesondere der südlichen Provinzen, lassen sich dadurch erklären. In den Städten war es noch schwieriger als auf dem Land, irgendetwas Eßbares zu beschaffen. Die meisten der Überlebenden in den Städten überlebten nur durch ein geheimes Mittel, das man ihnen sofort weggenommen hätte, wenn es von den Schergen des Máo Zédōng (毛澤東) entdeckt worden wäre. Ihr ahnt es hoffentlich schon, es handelte sich um Xiǎoqiúzǎo (小球藻), bei uns bekannter als Chlorella vulgaris. Die dem Verhungern nahen Chinesen konnten den Algen natürlich keine anspruchsvolle Nährlösung bieten, sondern vermehrten die Algen in ihrer eigenen Pisse. Auch Chinesen hätten das widerlich gefunden, wenn es nicht um ihr eigenes Überleben gegangen wäre. Aber sie konnten so überleben, dank der schnellen Vermehrungsrate der Chlorella vulgaris. Mit diesen Mikroalgen wird heute also tatsächlich eine unglaubliche Abzocke betrieben. In dem Punkt der Abzocke hat Dr. Daunderer völlig recht. Aus der tatsächlich betriebenen Abzocke mit den Mikroalgen unmittelbar auf deren Unwirksamkeit zu schließen, ist jedoch im besten Fall abenteuerlich.

Nun sollte klar sein, daß Chlorella vulgaris zu den besten Therapiemethoden für Amalgamgeschädigte gehören, weil sie ungiftig und ziemlich wirkungsvoll sind. Andererseits sollte nun auch allen meinen Lesern bewußt sein, daß sich sehr, sehr, sehr viel Geld mit Chlorella vulgaris verdienen läßt. Züchtet und verkauft man sie selbst zu, sagen wir, einem Preis von fünzig Euro pro Kilogramm, dann macht man immernoch eine Menge Gewinn damit. Gleichzeitig wäre man um zwei Drittel preisgünstiger als der billigste Konkurrent. Dadurch würden sich alle Käufer auf das eigene Angebot stürzen. Nur noch mehr Konkurrenz könnte die Preise weiter senken. Das Geschäft würde sich trotzdem noch lohnen. Mehr und mehr Menschen würden die Algen kaufen, weil sie endlich auch für ärmere Menschen erschwinglich würden. Irgendwann könnten alle Amalgamgeschädigten mit den Mikroalgen therapiert werden. Zur Vorbereitung auf Hungersnöte durch die Wirtschaftskrise oder das Ende des Erdölzeitalters eignen sie die Mikroalgen ebenfalls. Sie zu züchten und zu verkaufen würde sich immer lohnen. Das Einzige, das in diesem Geschäft gewährleistet sein muß, ist die Reinheit der Algen. Sie müssen frei von Schadstoffen und Parasiten sein. Das muß auch nachgewiesen werden. Dadurch wäre eine höhere Qualität als bei den Algen aus asiatischen und noch dubioseren Quellen sichergestellt. Sollten hier potentiëlle Unternehmensgründer unterwegs sein, dann nur los, Chlorella vulgaris ist euer Geschäft! Mein Verfasser würde das auch gerne machen, nur fehlt es ihm dafür an Startkapital. Das ist ein weiterer Grund, warum ihr kräftig für mich spenden solltet. Wie, das steht inzwischen ungefähr in der Mitte des rechten Seitenrandes.

2009/05/17

Teuerung


Teuerung bezeichnet das häufig auftretende Phänomen steigender Preise. In früheren Einträgen wurde schon erläutert, daß weder Inflation noch Stagflation noch Deflation die Ursache dafür sind, weil in einer Volkswirtschaft, die nur Papiergeld und Buchgeld akzeptiert, weder Inflation noch Deflation auftreten können und die Stagflation nur ein Scheinphänomen ist.

Als Ursachen der Teuerung kommen ein Anstieg der Staatsquote sowie Monopolrenditen infrage. Die Staatsquote besteht aus Steuern, Gebühren und Sozialabgaben. Der Unterschied zwischen Steuern und Gebühren ist nur der, daß Gebühren an einen Zweck gebunden sind, während Steuern das nicht sind. Beide sind Abgaben an den Staat. Verlangt ein Unternehmen, beispielsweise eine Bank, Gebühren, dann ist die Bezeichnung falsch. Es sind Preise für Leistungen. Falls keine damit verbundene Leistung vorliegt, dann lautet der korrekte Begriff Abzocke. Das Sozialsystem ist nur in manchen Staaten staatlich organisiert, in anderen Staaten kann man lediglich privat vorsorgen. Um die Sozialabgaben international vergleichen zu können, muß man die Sozialabgaben natürlich zu der Staatsquote zählen. Außerdem kann sich ein Staat jederzeit entscheiden, Privatisierungen oder Verstaatlichungen durchzuführen, so daß historische Vergleiche die gleichen Anforderungen stellen wie internationale Vergleiche.

Monopolrendite bedeutet, daß ein Unternehmen dann, wenn es keine Konkurrenten hat, wesentlich höhere Preise für sein Produkt verlangen kann, als wenn es Konkurrenten hat. Um das Entstehen solcher Monopole zu verhindern, gibt es Kartellämter. Andererseits gibt es Monopole, die sogar noch staatlicherseits gefördert werden. Dazu zählen Patente, aber die gelten nur für begrenzte Zeit und meistens betreffen sie nur einen kleinen Konsumentenkreis. Manche Dinge gestehen die Staatsorgane nur sich selbst zu besitzen zu, dadurch entsteht das größte vorstellbare Monopol. So wurde zum Beispiel während der Wirtschaftskrise vor dem Zweiten Weltkrieg der private Goldbesitz in den USA verboten. Natürlich dürfte das schlimmstenfalls auf dem Schwarzmarkt einen Anstieg des Goldpreises bewirkt haben.

Das für die Volkswirtschaft schädlichste Monopol ist das des gesetzlichen Zahlungsmittels. In einem Staat ist nur ein einziges Zahlungsmittel anerkannt, mit dem Steuern und Gebühren zu bezahlen sind. Jeder Fehler, den die herausgebende Zentralbank macht, muß von der gesamten Volkswirtschaft mitgemacht werden. Manche Leute besitzen nicht genug des gesetzlichen Zahlungsmittels. Geld schöpfen könnten sie jedoch nur mit einer Banklizenz. Die zu bekommen ist sehr schwer und für arme Leute wäre der Versuch aussichtslos. Die Möglichkeit der debitistischen Geldschöpfung ist fast genausostark limitiert wie die Herausgabe eines gesetzlichen Zahlungsmittels. Das versetzt jeden Darlehensgeber in die Lage hohe Zinsen zu verlangen.

Steuererhöhungen sind die offensichtlichste Ursache für die Teuerung. Das Zinseszinssystem ist jedoch die effektivste.

Die kommenden Lottozahlen


Viele Leute wüßten gerne die kommenden Lottozahlen. Mein Verfasser hat eine Seite im Netz gefunden, die die Lottozahlen bis zum Ende des Jahres 2009 verrät. Auf der hier verlinkten Seite sind die Lottozahlen ungefähr in der Mitte zu finden. Die Lottozahlen stehen nicht etwa schon vorher fest, sondern wurden durch einen astrologisch Forschenden astrologisch prognostiziert. Er warnt allerdings davor, daß die Treffergenauigkeit zur Zeit noch nicht gut genug ist, um Verluste zu vermeiden. Ohne seine Prognosemethode kommt er auf eine Treffergenauigkeit von eins zu zwölf, mit seiner Prognosemethode kommt er auf eine Treffergenauigkeit von eins zu fünf. Das ist eine beachtliche Steigerung, jedoch reicht das nicht aus, um auch nur die dafür aufzuwendenden Einsätze zurückzugewinnen. Das Lottosystem wird daher völlig zu recht als Dummensteuer bezeichnet. Da schon der astrologisch Forschende, der das Lottoprognosesystem entwickelt, vor dessen Verwendung warnt, können andere natürlich erst recht nicht dazu raten.

Ihr dürftet schon mitbekommen haben, daß mein Verfasser selbst etwas zu entwickeln versucht, daß er als Astromagie bezeichnet. Deswegen muß ich deutlich darauf hinweisen, daß er weder mit der hier erwähnten noch mit anderen Methoden der Lottozahlenvorhersage in irgendeiner Beziehung steht. Mein Verfasser glaubt nicht, daß solche Methoden irgendwann erfolgreich sein könnten. Der Grund dafür soll in einem späteren Beitrag über die Astromagie erklärt werden. Jetzt soll nur noch ein Grund genannt werden, warum es sich nicht lohnt, sich überhaupt mit Systemen für die Lottozahlenvorhersage zu befassen. Sollte irgendeine der Methoden, ob astrologisch oder nicht, jemals erfolgreich sein, dann würden die Regeln der Lotterien sofort in einer Weise abgeändert, die die Vorhersage der Lottozahlen wieder unmöglich macht.

2009/05/16

Geniale Kommentare


Mein Verfasser ist auf eine Seite im Netz gestoßen, die viele beispielhafte Kommentare durch kompetente Kommentatoren erfahren hat. Sie ist hier verlinkt. Solche Kommentare wünsche ich mir auch für die Einträge hier. Also Leute, legt los!

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Kain und Abel


Mein Verfasser wurde durch ein Internetforum auf einen selten zur Kenntnis genommenen Aspekt der Geschichte um Kain und Abel aufmerksam gemacht. Wahrscheinlich kann man heute nicht mehr davon ausgehen, daß die Geschichte allen Leuten bekannt ist. Daher wird hier zunächst die Geschichte von Kain und Abel erzählt.

Kain und Abel waren Brüder. Sie gehörten zu den ersten Menschen überhaupt. Daraus folgt, daß sie in der Altsteinzeit lebten. Damals sprachen die Menschen noch direkt mit Gott und Gott direkt mit den Menschen. Manchmal brachten die Menschen Opfer für Gott dar. Kain und Abel rivalisierten miteinander wie Brüder das bis zum heutigen Tage zu tun pflegen. Sie hatten beide verschiedene Berufe. Kain war ein friedlicher Ackerbauer, krümmte keinem Tier ein Haar, erntete Getreide und Früchte und lebte auch von denen. Abel dagegen war ein Viehhirte. Er zog Tiere nur zu dem Zweck auf, sie brutal zu schlachten und zu essen. Er ernährte sich hauptsächlich von rohem Fleisch und seine Hände trieften fast ständig vor Blut. Eines Tages nach der Erntezeit hatte Kain eine reichliche Ernte eingefahren und beschlossen, Gott durch ein reichliches Opfer dafür zu danken. Abel sah das und deswegen beschloß er, Gott ebenfalls ein reichliches Opfer darzubringen. Abel schlachtete einige seiner Tiere und opferte die. Gott nahm das Opfer Abels an, aber das Opfer Kains nahm er nicht an. Kain verstand nicht, wie Gott die leckeren und wohlriechenden Früchte verschmähen, aber zugleich das Opfer des brutalen Tierschlächters annehmen konnte. Darüber wurde Kain sehr wütend. Er wurde so wütend, daß er nicht mehr klar denken konnte, gab Abel die Schuld an der Ungerechtigkeit, nahm einen großen Stein und erschlug damit seinen Bruder Abel.

Nach einer Weile sprach Gott wieder mit Kain und fragte ihn: "Kain, wo ist dein Bruder Abel?"
Kain antwortete: "Ich habe keine Ahnung, wo der steckt."
Gott fragte ihn nochmal: "Kain, wo steckt dein Bruder?"
Kain antwortete mit dem berühmt gewordenen Satz: "Bin ich der Hüter meines Bruders? Ich weiß nicht, wo Abel sich aufhält."
Gott sagte daraufhin zu Kain: "Kain, ich kann das Blut deines Bruders riechen, aber seine Stimme ist verstummt. Ich weiß genau, was du getan hast. Du hast deinen Bruder umgebracht."

Der Rest der Geschichte ist nicht so wichtig und wird daher nur kurz zusammengefaßt. Kain verhandelte noch etwas mit Gott und die beiden einigten sich darauf, daß es allein Gottes Sache sei, Kain zu bestrafen und Gott auch dafür Sorge tragen würde, daß kein Mensch Hand an Kain legen werde. Aus dem letzten Teil wurden schon immer viele Schlußfolgerungen gezogen. Zum Beispiel beschäftigte Philosophen die Frage, ob Kain vorsätzlich handeln konnte, da Morde den ersten Menschen noch unbekannt waren. Möglicherweise ahnte er nichtmal, daß durch seine Handlungen sein Bruder sterben könnte. Viel wahrscheinlicher wurde Kain deswegen verschont, weil er trotz seiner einzelnen Tat ein viel besserer Mensch war als jemand, der von Gott geschaffene Tiere tötet. Aber das ist natürlich nicht die interessante, zu selten thematisierte Frage.

Die Frage, um die es geht, ist die, warum es in der Geschichte nicht der brutale Schlächter ist, der den scheinbar friedlichen Ackerbauern umbringt, sondern genau umgekehrt. Ist das nicht wirklich seltsam?

Natürlich ist es das nicht. Das ist der eigentliche Kern der Geschichte. Es ist das, worum es hier wirklich geht. Bei Kain und Abel handelt es sich um Frühmenschen, die in der Altsteinzeit lebten und zwar zur Zeit der Seßhaftwerdung. Genauer gesagt, erzählt die Geschichte um Kain und Abel, nach Ansicht christlicher Theologen, in einem Gleichnis die Geschichte der Seßhaftwerdung. Abel übte einen damals schon einigermaßen traditionellen Beruf aus. Kain war sehr innovativ. Er steckte Grundstücke ab und zäunte sie ein. Die Herden der Nomaden, die durch Abel symbolisiert werden, hätten alles abgefressen, das die durch Kain symbolisierten Ackerbauern angepflanzt hatten. Vor der Zeit der Seßhaftwerdung lebten Jäger und Sammler friedlich nicht nur nebeneinander, sondern auch miteinander. Gleichzeitig mit der Seßhaftwerdung zog der durch Kain symbolisierte Teil der Menschheit befestigte Grenzen mitten durch die Landschaft. Damit hatte dieser Teil der Menschheit gleichzeitig den Krieg erfunden. Bis heute werden die menschengemachten Grenzen von der Natur nicht respektiert, sie werden von Tieren, Pflanzen, Mikroben, Wind, Wolken und Naturkatastrophen übertreten, weil Grenzen kein Teil der göttlichen Schöpfung sind. Kain war deswegen der Böse, weil er der erste Protektionist war. Staatsgrenzen und Protektionismus sind böse. Ohne Staatsgrenzen und Protektionismus gäbe es keine Streitigkeiten um Grenzen und keine Kriege. Daher ist es völlig klar, daß in der Geschichte um Kain und Abel nur Kain der Böse sein konnte, während Abel von der geschichtlichen Entwicklung völlig überrascht war.

Die Nachfahren der heutigen Menschen werden sich vielleicht eine ähnliche Geschichte aus der heutigen Zeit erzählen, weil es heute parallele Entwicklungen im immateriëllen Bereich gibt. Heute werden sogar im Internet Grenzen gezogen, wo keine hingehören. Das Zurückschicken nach Europa gelangter Flüchtlinge nach Afrika wird auch ganz ohne allegorische Geschichten seitens späterer Generationen richtig bewertet werden.

2009/05/13

Die unzählbaren Massen


Was glaubt ihr, wieviele Chinesen es gibt? 1,3 Milliarden? Nur noch 1,2 Milliarden? Nur noch ein Fünftel der Menschheit spricht Chinesisch? Fragt ihr euch jetzt vielleicht sogar, warum ich von "nur noch" spreche? Zumindest letzteres kann ich beantworten.

Über den Zeitraum von nur ein paar Jahren hinweg hat mein Verfasser beobachtet, daß die Zahl der Menschen, die Chinesisch sprechen, immer kleiner zu werden schien, obwohl gleichzeitig immer mehr Menschen Chinesisch lernten. Zunächst hieß es, daß ein Drittel der Menschheit Chinesisch spricht. Damit machte man Werbung für Chinesischkurse. Möglicherweise überstieg die Teilnehmerzahl die Kapazität der Chinesischkurse, denn die Werbung änderte sich. Es wurde nur noch mit einem Viertel der Menschheit geworben, das Chinesisch sprechen sollte. Schließlich mußte mein Verfasser beobachten, daß die Anzahl sogar auf nur ein Fünftel der Menschheit schrumpfte. Davor hatte mein Verfasser noch angenommen, daß Sprachkurse die Anzahl der Sprecher einer Sprache erhöhen sollten. Kann es sein, daß inzwischen so viele Muttersprachler weggestorben sind?

Tatsächlich sprach man zunächst noch davon, daß es anderthalb Milliarden Chinesen geben sollte. Schon währenddessen schrumpfte die Anzahl der Chinesischsprecher zum ersten Mal zusammen. Dann schrumpfte die Anzahl der Chinesen ebenfalls und zwar auf angebliche 1,3 Milliarden. Heute sollen es nur noch 1,2 Milliarden sein. Das geschah alles innerhalb nur weniger Jahre. Wurden sie alle durch eine Epidemie hinweggerafft oder wie ging das vor sich? SARS und Vogelgrippe wurden jedenfalls erst ganz am Ende des Schrumpfungsprozesses bekannt.

Die Lösung des Rätsels dürfte ganz woanders liegen. Früher befragte man nämlich Kulturwissenschaftler, wenn man etwas über andere Kulturen wissen wollte. Manchmal wurden die so erhaltenen Informationen dann noch durch Journalisten weiterverbreitet. Die Journalisten wußten natürlich auch, wen sie für welches Fachgebiet befragen mußten. Inzwischen wurde diese Methode auf nahezu allen Fachgebieten durch eine andere Methode abgelöst. Heute gibt es nur noch eine Journaille, die schnell mal etwas aus dem Ärmel schüttelt. Fakten sind nicht mehr gefragt. Wer sich auch nur die offiziëllen statistischen Zahlen ansieht, die zum Beispiel die Volksrepublik China veröffentlicht, gilt schon als fleißig. Früher gab es anderthalb Milliarden Chinesen, weil die Journalisten Chinawissenschaftler befragten und die ihnen sagten, daß man einer chinesischen Statistik nicht vertrauen darf. Genausogut könnte man Zahlen einfach erfinden. Tatsächlich sind die Zahlen in chinesischen Statistiken, ganz besonders in den offiziëllen, oft erfunden.

So wie die Europäer zu jener Zeit auch, wurden die Chinesen in vorangegangenen Jahrhunderten nach der Anzahl an Personen besteuert, die in einem Haushalt wohnten. In den Niederlanden wurden dazu die Stühle gezählt, die in einem Haus zu finden waren. Damit nicht deswegen auch noch der Hausfriede gestört wurde, bauten die Niederländer große Fenster ein und ließen die Vorhänge weg. Um die deutsche Obrigkeit nicht auf die gleiche Idee zu bringen, bauten die Deutschen nur noch kleine Fenster und verhängten die noch zusätzlich mit Gardinen. Also zählte man in deutschen Städten nur die Fenster, nach deren Anzahl sich dann die Steuern richteten. Das führte insbesondere in Berlin dazu, daß oft ein Teil der Fenster alter Häuser zugemauert ist. Die Chinesen waren weniger umständlich. Der Hausherr war verpflichtet, die Zahl der Bewohner seines Hauses deutlich sichtbar auf dessen Fassade zu schreiben. So konnte sie ganz einfach abgelesen werden. Das funktionierte einige Jahrhunderte lang sehr gut. Jedoch sank die Ehrlichkeit bei den Angaben gleichzeitig mit der Anzahl der Kontrollen. Besonders verbreitet war die Methode, eine Zahl über Generationen auf der Hausfassade stehen zu lassen. Beamte überprüften das gerne mit der für sie bequemsten Methode und sahen nach, welche Zahlen in den alten Steuerregistern standen. Stimmten beide Zahlen überein, dann mußte doch alles seine Ordnung haben. Nur manche späteren Kaiser bemerkten, daß zuwenig Steuern eingenommen wurden. So erließ Kaiser Kāngxī (康熙, * 04.05.1654, regierend ab 07.02.1661, † 20.12.1722) alle paar Jahre eine Anordnung, die Zahlen zu aktualisieren und Steuerhinterzieher zu bestrafen. Das verhalf manchen Familien zu großen finanziëllen Verlusten.

Noch heute mögen es Chinesen nicht, wenn sie bespitzelt werden. Im Jahr 2000, also ein Jahr vor der regelmäßig im Zehnjahresrhythmus stattfindenden Volkszählung der Inder, sollte das chinesische Volk nach dem Willen seiner Regierung gezählt werden. Die Regierung hatte angekündigt, daß die Leute über ihre Nachbarn befragt werden sollten, weil man sich davon ehrlichere Angaben erhoffte. Mit der Ankündigung erreichte man ein noch größeres Mißtrauen beim chinesischen Volk. Das wehrte sich daraufhin so erfolgreich wie es Deutsche das letzte Mal in den 1980er Jahren getan haben. Das chinesische Volk hat sich selbst vor langer Zeit schon den Namen Wànzhòng (萬眾) gegeben und dem Namen machte es alle Ehre. Wànzhòng (萬眾) läßt sich ziemlich genau als "die unzählbaren Massen" übersetzen. Man kann es zwar auch anders übersetzen, solange dabei nur eine unüberschaubar große Anzahl herauskommt, aber durch die mißlungene Volkszählung wurde die Übersetzung "die unzählbaren Massen" geadelt. Sollte es tatsächlich irgendwann doch noch ein chinesisches Jahrtausend geben, dann nur deswegen, weil sich das chinesische Volk eine gesündere Einstellung bewahrt hat als es das deutsche Volk geschafft hat.

Übrigens gibt es in China selbst Experten, die sich trotz allem zutrauen, die Anzahl der heute lebenden Chinesen zu beziffern. Sie gehen davon aus, daß es immer noch zwischen 1,3 Milliarden und 1,5 Milliarden Chinesen gibt, aber daß es sich dabei nur um die Zahl der offiziëll registrierten Chinesen handelt. Dazu kommt noch eine gewisse Anzahl nirgendwo registrierter Chinesen, deren Existenz soweit möglich geheimgehalten wird. Dabei handelt es sich zum größten Teil um nicht als erste geborene Kinder armer Eltern, die sich die Geldbuße für den Verstoß gegen das chinesische Einkindgesetz nicht leisten können. Damit dürfte das chinesische Volk insgesamt auf eine Zahl zwischen 1,6 Milliarden und 1,8 Milliarden Menschen kommen. Bei der Zahl von nur 1,2 Milliarden Chinesen wird also glatt ein Drittel des größten Volkes der Welt einfach unterschlagen.

Stagflation


Experten, die versuchen, den heutigen Zustand der Volkswirtschaft zu analysieren entdecken sowohl Symptome, die auf eine Inflation hinweisen, als auch Symptome, die auf eine Deflation hinweisen. Weil dieser Zustand eine Mischform aus Inflation und Deflation zu sein scheint, wird er von den Experten als Stagflation bezeichnet. Jedoch können uns auch die angesehensten Experten der Wirtschaft nicht erklären, wie das Phänomen der Stagflation entsteht. Benutzt man statt verschrobener Theorien der Wirtschaftswissenschaftler den gesunden Menschenverstand, dann ist die Erklärung der Stagflation nicht mehr so schwierig.

Geld und andere Vermögenswerte sind in der Gesellschaft ungleich verteilt. Das ist sogar den Wirtschaftlern klar und sie definieren dafür den Gini-Koëffiziënten. Der Gini-Koëffiziënt kann Werte zwischen null oder null Prozent und eins oder hundert Prozent annehmen. Ein Gini-Koëffiziënt von eins bedeutet, daß einer Person sämtliche Vermögenswerte der Volkswirtschaft gehören und alle anderen Personen überhauptnichts haben. Ein Gini-Koëffiziënt von null bedeutet, daß der Traum aller echten Sozialisten eingetreten ist und alle Vermögenswerte innerhalb der Volkswirtschaft völlig gleich verteilt sind. Sowohl die Höhe des Gini-Koëffiziënten als auch dessen Auswirkungen können nur geschätzt werden. Man nimmt an, daß es zu sozialen Unruhen kommt, sobald der Gini-Koëffiziënt einen Wert von mindestens vierzig Prozent erreicht. Empirisch bestätigt ist das jedoch nicht.

Eine weitere Sache, die durch Wirtschaftler definiert wurde, ist der Warenkorb, der zur Ermittlung des Geldwertes dient. Der Warenkorb besteht aus unterschiedlichen Dingen, die lediglich gemeinsam haben, daß man sie mit Geld kaufen kann. Darunter sind Dinge des täglichen Bedarfs, aber auch Dinge, die man selten oder gar nicht kauft. Seit einigen Jahren haben sogar die Kosten für Lizenzen für propriëtäre Computerprogramme, die wirklich kein Mensch braucht, Eingang in den Warenkorb gefunden. Ein Mensch mit gesundem Verstand würde nun annehmen, daß die Dinge im Warenkorb wenigstens ihrer Bedeutung entsprechend gewichtet sind, aber ein Wirtschaftler denkt nicht so. Die Dinge in dem Warenkorb sind nicht gewichtet. Seriöse Studien über die Entwicklung des Geldwertes ziehen es daher vor, ungefähr zum Zeitpunkt der deutschen Wiedervereinigung abzubrechen. Dennoch wird der Geldwert auf diese Art ermittelt. Dadurch sehen manche Experten Preisanstiege, während gleichzeitig andere Experten Kostensenkungen sehen.

Bei dem Warenkorb gibt es noch eine Sache zu bedenken. Reiche Leute kaufen nicht die gleichen Dinge wie wohlhabende Leute, beide kaufen nicht die gleichen Dinge wie Normalverdiener und dann gibt es noch Leute, die am Rande des Existenzminimums leben oder nur noch dahinvegetieren und ihr Konsumverhalten entsprechend anpassen müssen. Für jede dieser gesellschaftlichen Schichten müßte ein eigener Warenkorb erstellt werden. Mit dem Warenkorb einkommensarmer Schichten würde man leicht eine Deflation feststellen. Im Luxusgüterbereich kann man nach wie vor die Preise nahezu beliebig erhöhen, geradeso als hätten wir eine Inflation. Erst durch das Vermischen der beiden Beobachtungen stellt man eine Stagflation fest. Das Phänomen ist desto ausgeprägter, je höher der Gini-Koëffiziënt ist.

Wird in einer Volkswirtschaft eine Stagflation festgestellt, dann gibt es nur eine einzige Schlußfolgerung, die sich daraus ziehen läßt. Nämlich die, daß in der betreffenden Volkswirtschaft der Gini-Koëffiziënt bereits zu hoch ist.

2009/05/11

Wahl-o-mat


Der Wahl-o-mat steht ab sofort für die Europawahl 2009 zur Verfügung. Zum ersten Mal werden alle zur Wahl zugelassenen Parteien berücksichtigt. Andernfalls wäre der Wahl-o-mat hier gar nicht erwähnt worden. Der Wahl-o-mat kann für den einen oder anderen eine Hilfe sein, um herauszufinden, welche Partei die eigenen politischen Standpunkte am ehesten vertritt. Der Wahl-o-mat wird von der Bundeszentrale für politische Bildung bereitgestellt, deswegen dürften die Portraits der politischen Parteien auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung eine noch bessere Informationsquelle sein. Nur drei der zur Europawahl zugelassenen politischen Parteien hielten es nicht für nötig, die Fragen der Bundeszentrale für politische Bildung zu den Wahlprogrammen zu beantworten. Schon diese Informationspolitik mag für den einen oder anderen ein Ausschlußgrund bei der Wahl einer Partei sein.

Wie immer gibt es Parteien, die sich nur um ein bestimmtes Politikfeld drehen, und andere, die alle Felder der Politik abbilden wollen. Aber bei den Parteiprogrammen der neueren Parteien fällt eine Sache auf. Viele unter ihnen stellen nur eine Forderung und zwar bei allen der Parteien die selbe Forderung. Das ist die Forderung nach mehr und direkterer Demokratie. Aufmerksamen Beobachtern wird es nicht entgangen sein, daß es der Europäischen Union erheblich an Demokratie mangelt. Daher ist die Forderung nach mehr und direkterer Demokratie keine Überraschung. Aber wieso kann man nicht feststellen, daß es bereits eine Monoprogrammpartei gibt, die nichts weiter tut als mehr und direktere Demokratie zu fordern, und dann in die eintreten, um die Partei und damit die Forderung zu stärken, anstatt noch eine Partei mit exakt den selben Forderungen zu gründen? Sind die Europäer bereits alle zu blöd, um zu lesen? Es wäre noch verständlich, wenn die Parteien in unterschiedlichen Staaten gegründet worden wären, aber die Parteien dürfen nicht europaweit antreten, sondern müssen in jedem Staat extra gegründet werden.

Mehrere zur Wahl zugelassene Parteien mit den genau gleichen Forderungen führen zwangsläufig dazu, daß die Wähler, die diese Forderungen unterstützen, ihre Stimmen auf alle diese Parteien verteilen. Dadurch ist praktisch garantiert, daß keine der betreffenden Parteien die Fünfprozenthürde überwinden wird. Man kann deswegen schon jetzt präzise vorhersagen, daß das Ausmaß der Demokratie in der Europäischen Union auf keinen Fall zunehmen wird. Ein Interesse daran können eigentlich nur die Gegner der direkten Demokratie haben. Hier hätte es fast einen Aufruf zum Nichtwählen gegeben. Aber nachdem wir nun diese Auffälligkeit festgestellt haben, soll lieber ein anderer Aufruf folgen. Laßt die Gegner der direkten Demokratie nicht mit diesem Trick durchkommen! Wählt! Aber wählt keine Gegner der Demokratie!

2009/05/10

Kirchgang


Der zumeist sonntags durchgeführte Besuch eines Gottesdienstes in einem Sakralgebäude der christlichen Religion. Kirche bezeichnet dabei sowohl eine Organisation innerhalb der christlichen Religion als auch ein von dieser Organisation errichtetes Sakralgebäude. Eine Kirche unterscheidet sich von einer Sekte dadurch, daß sie bereits eine gewisse Verfilzung ihrer Autoritäten mit der Staatsmacht erreichen konnte, zum Beispiel kann eine Kirche in manchen Ländern, vor allem Deutschland und Österreich, Kirchensteuern erheben, die durch den Staat eingetrieben werden. In den USA ist Scientology mit der Staatsmacht verfilzt, so daß sie sich dort Kirche nennen darf, während sie in europäischen Ländern nicht so gesehen wird.

Bis vor wenigen hundert Jahren erfüllte der Kirchgang wichtige Funktionen innerhalb des Christentums. Die Gläubigen waren Analphabeten, aber die Amtsträger konnten nicht nur lesen und schreiben, sondern waren allgemein sehr gebildet und gut informiert. Sie lasen den Gläubigen die religiösen Texte der Bibel vor, belehrten die Gläubigen über die Interpretation der Texte und sagten ihnen, wie sie die wichtigen Ereignisse ihrer Zeit zu bewerten hatten. Inzwischen sind lesen und schreiben gerade unter den Christen weit verbreitete Fähigkeiten geworden. Die Gläubigen sind nicht mehr darauf angewiesen, sich von wenigen Amtsträgern belehren zu lassen und deren politischen Ansichten übernehmen zu müssen. Trotzdem paßten die Kirchen ihre Rituale nicht den veränderten Umständen an.

Heute dient das Ritual des Kirchgangs nur noch dazu, den kirchlichen Autoritäten zu ermöglichen, noch mehr Geld von den Gläubigen einzusammeln. Inwiefern das Gott dienlich ist, bleibt ein Geheimnis der Kirche. Deswegen gibt es immer weniger Kirchgänger. Die Kirchen glauben, daß sie immer mehr Gläubige verlören, aber es gibt für den Christen keine Notwendigkeit mehr, die Sakralgebäude aufzusuchen. Alles, was sie dort tun können, können sie an anderen Orten, meistens sogar zuhause, einfacher und besser erledigen.

Sie können zum Beispiel Gott dafür danken, daß es die Schweiz gibt. Kürzlich hat die nämlich einige europäische Machthaber eingeladen und sie hautnah miterleben lassen wie die schweizer Basisdemokratie funktioniert. Ohne das lebendige Beispiel der Schweiz wäre bestimmt schon der letzte Rest jeglicher Demokratie aus der Welt verschwunden und es gäbe nur noch totalitäre Regime. Das Beispiel der Schweiz beweist seit Jahrhunderten, daß es auch anders geht. Deswegen kann man Gott überhauptnicht genug dafür danken, daß es die Schweiz gibt. Das muß man jedoch nicht am Sonntag in der Kirche tun, sondern man könnte beispielsweise sich zuhause dreimal oder sogar fünfmal täglich niederwerfen und Gott dafür danken, daß es die Schweiz gibt.

Weil die Rituale der Kirche nach wie vor für Analphabeten gemacht sind, aber inzwischen eine gewisser Bildungsstand Allgemeingut ist oder zumindest sein sollte, fühlen sich immer weniger Gläubige durch die Rituale der Kirche angesprochen. Die Kirchen sorgen auf diese Weise selbst dafür, daß sie immer weniger Anhänger haben, obwohl das Christentum als Religion nach wie vor sehr verbreitet ist.

Erinnerung


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Krankenkassenyoga


Falls ihr in Deutschland gesetzlich Versicherte seid, dann wißt ihr es wahrscheinlich schon. Die Krankenkassen bezahlen jetzt für Yoga. Sie bezahlen auch für Qìgōng und einige andere Dinge, oder vielmehr bezahlen sie für etwas, das ihre für diese Dinge halten sollen. Noch genauer gesagt, bezahlen die Krankenkassen ausschließlich für die Wellness-Varianten relativ alter, asiatischer Übungssysteme. Gleichzeitig werden die Grundlagen der alten Übungssysteme sogar völlig abgelehnt. Damit ihr nicht auf diese Augenwischerei hereinfallt, werde kläre ich euch etwas über Yoga und Qìgōng auf.

Als erstes solltet ihr wissen, daß das indische Yoga (यॊग‌ ) noch nie den Anspruch erhoben hat, in medizinischer Weise sinnvoll oder auch nur der Gesundheit förderlich zu sein. Yoga (यॊग‌ ) ist ein spirituëlles Übungssystem und gehört zusammen mit anderen solchen Systemen zu dem, was der Philosoph Sloterdijk auf den Namen Anthropotechniken getauft hat. Vorher gab es überhaupt keine passende Übersetzung für Begriffe wie Yoga (यॊग‌ ), Qìgōng (氣功) und noch einige andere, jetzt können wir sie wenigstens unter dem Begriff Anthropotechniken zusammenfassen. Daß diese Anthropotechniken nicht primär medizinischen Zwecken dienen, macht sie nicht automatisch ungesund. Es ist nur fragwürdig, warum das Geld der Beitragszahler dafür verschwendet wird, statt es für dringend erforderliche Leistungen auszugeben, die die Krankenkassen oft genug nicht bezahlen. Erste im Netz zu lesende Erfahrungsberichte über das Krankenkassenyoga berichten, daß es hauptsächlich von alten Frauen ausgeübt wird. Vielleicht bekommen sie die Āsanā (आसना) beim langsamen Üben gerade noch hin, während sie mit anderen Formen der Gymnastik schon große Schwierigkeiten haben, weil sie nie zuvor im Leben Sport getrieben haben. Natürlich kann das auch einen anderen Grund haben. Vielleicht versprechen sich manche spirituëlle Entwicklung auf Kosten der Krankenkassen. Aber das wird natürlich erst recht nichts, denn dafür müßte man bei den Grundlagen anfange. Dafür müßte man erstmal etwas über Yoga (यॊग‌ ) wissen.

Indologen zufolge basiert Yoga (यॊग‌ ) immer auf dem Patañjali-yogasūtra (पतञ्जलि योगसूत्र), das seit der Antike bis heute das maßgebliche Lehrwerk ist und das ihr kostenlos im Netz und Original nachlesen könnt, jedenfalls falls ihr seine Sprache versteht. Weil dieses Werk die Teilaspekte des Gesamtsystems Yoga (यॊग‌ ) in acht Abschnitten erklärt, nennen die Indologen das System Aṣṭānga-yoga (अष्टाँगयॊग). Patañjali (पतञ्जलि) selbst soll es auf den ersten Satz in seinem Yogasūtra (योगसूत्र) anspielend als Kriya-yoga (क्रिययॊग‌ ) bezeichnet haben. Erst im, nach christlicher Rechnung, vierzehnten Jahrhundert tauchte eine andere Stilrichtung des Yoga (यॊग‌ ), namens Haṭhayoga (हठयोग) auf. Bekanntgemacht wurde sie durch einen Svami Svatmarama, möglicherweise ist der Stil aber älter, den Svatmarama führt ihn auf einen gewissen Goraknath zurück, der irgendwann zwischen dem siebten und dem zehnten Jahrhundert gelebt haben soll. Vielleicht versuchte Svatmarama aber auch nur mit einer damals üblichen Methode seinem eigenen Stil einen seriöseren Anstrich zu geben. Seine Anhänger führten für den Aṣṭānga-yoga (अष्टाँगयॊग) den Namen Rāja-yoga (राजयॊग) ein, um es vom Haṭhayoga (हठयोग) zu unterscheiden. Der Name Kriya-yoga (क्रिययॊग‌ ) war wahrscheinlich nicht weit verbreitet. Rāja (राज) bedeutet immerhin so viel wie "König", so daß sogar die Anhänger eines anderen Stils den Aṣṭānga-yoga (अष्टाँगयॊग) als Königsweg bezeichnen, obwohl heute fast nur noch der Haṭhayoga (हठयोग) praktiziert wird. Heute muß man mit der Bezeichnung Rāja-yoga (राजयॊग) jedoch vorsichtig sein, denn die neureligiöse Bewegung der Brahmā-kumārī (ब्रह्माकुमारी) bezeichnet ihr Methode der Meditation ebenfalls als Rāja-yoga (राजयॊग). Svatmarama hat ein Lehrwerk namens Haṭhayoga-pradīpikā (हठयोगप्रदिपिका) verfaßt, aber es gibt auch noch andere Lehrwerke über den Haṭhayoga (हठयोग). Unter denen wollen manche sogar noch älter als das Haṭhayoga-pradīpikā (हठयोगप्रदिपिका) sein. Sie verstehen sich alle nur als Ergänzung zum sehr kurz gefaßten Patañjali-yogasūtra (पतञ्जलि योगसूत्र), dessen Autorität nicht angezweifelt wird.

Haltet das nicht für überflüssige Literaturkritik, denn abgesehen davon, daß Literaturkritik nie überflüssig ist, kann man nur anhand des Patañjali-yogasūtra (पतञ्जलि योगसूत्र) überprüfen, ob tatsächlich Yoga (यॊग‌ ) ist, was vorgibt, Yoga (यॊग‌ ) zu sein. Yoga (यॊग‌ ) praktiziert nur, wer die Aṣṭānga (अष्टाँग), was "acht Glieder" bedeutet, praktiziert. Noch vor den Āsanā (आसना) und dem Prāṇāyāma (प्राणायाम), die den meisten Möchtegernpraktizierenden bekannt sein dürften, behandelt Patañjali (पतञ्जलि) die noch grundlegenderen Glieder Yama (यम) und Niyama (नियम). Diese beiden bedeuten äußere und innere Disziplin. Wer sich nicht daran hält kann sich im besten Fall selbst belügen, praktiziert aber kein Yoga (यॊग‌ ). Man kann sich auch selbst belügen, indem man die Grundlagen für weniger wichtig erachtet, weil man Yoga (यॊग‌ ) doch nur aus gesundheitlichen Gründen ausübe. Die gesundheitsfördernden Einflüsse im Yoga (यॊग‌ ) sind vor allem Yama (यम) und Niyama (नियम)! Wer nur diese praktiziert, holt bereits aus dem Yoga (यॊग‌ ) heraus, was der für die Gesundheit tun kann. Den größten Teil sogar schon durch die Praxis des ersten und wichtigsten Untergliedes des Yama (यम), das ist Ahiṃsā (अहिंसा). Jedoch werden die Krankenkassen bestimmt keinerlei Anstalten machen, diesen Teil zu fördern, denn wie gesagt, sie erkennen nichtmal die Grundlagen der asiatischen Anthropotechniken an.

Qìgōng (氣功), die chinesische Anthropotechnik, bedeutet so viel wie "Atemübungen". So übersetzt man auch den Teil der indischen Anthropotechniken, der Prāṇāyāma (प्राणायाम) heißt. Daran erkennen wir bereits, daß das Qìgōng (氣功) nur Teil komplexerer Anthropotechniksysteme ist. Die wiederum erhoben ebenfalls nie den Anspruch, der Gesundheit besonders förderlich zu sein. Qìgōng (氣功) hat jedoch schon früh den Weg in eine andere Kulturtechnik gefunden und zwar in die Kampfkunst. Bei der geht es immerhin darum, seine körperliche Unversehrtheit zu verteidigen, daher sind die im allgemeinen der Gesundheit förderlich. Deren Ausübung fördern die Krankenkassen selbstverständlich nicht. Durch Qìgōng (氣功) Schaden zu nehmen, stuft man in den Kampfkünsten natürlich als viel geringeres Risiko ein, als in einem Kampf verletzt zu werden. Es war für die Kampfkünste deswegen nicht ausschlaggebend, daß Qìgōng (氣功) auch der Gesundheit förderlich sein kann. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, daß man sogar durch korrekte Praxis des Qìgōng (氣功) ernstlich krank werden kann. Das ist natürlich nicht das Ziel und die Theorie sagt daher auch, daß die Krankheiten durch die weitere Entwicklung des Qì (氣) wieder verschwinden. Nur erkennt man die Theorie im Westen überhaupt nicht an. Der hier verlinkte Tianchan hat die Entwicklung des Qìgōng (氣功) sehr gut erklärt, so daß ich es keinesfalls besser machen könnte. Leider fehlen auf den Seiten des Tianchan die chinesischen Schriftzeichen und sogar die diakritischen Zeichen der Umschrift. Das täuscht leider über seine beträchtliche Fachkenntnis hinweg. Falls ihr mal Originalschriftzeichen oder korrekte Umschriften brauchen solltet, dann tut euch keinen Zwang an und kopiert sie hier heraus.

Wie der Tianchan schon erklärt hat, wurde das medizinische Qìgōng (氣功) erst in den neunzehnhundertfünfziger Jahren von dem Herrn Liú Guìzhēn (劉貴珍) entwickelt. Die Regierung verfolgte Liú Guìzhēn (劉貴珍) und sein System wurde ebenso wie alle traditionellen chinesischen Anthropotechniken unterdrückt. Deswegen ist die Wahrscheinlichkeit im Westen sein medizinisches Qìgōng (氣功) zu lernen nicht viel größer als an irgendetwas Anderes zu geraten, daß sich lediglich Qìgōng (氣功) nennt. Der wichtigste Punkt, den ihr aus den Erklärungen des Tianchan behalten solltet, ist der, daß man durch relativ wahlloses herumleiten des Qì (氣) durch die Leitbahnen des Körpers, von denen es viele gibt und die in China zusammenfassend Jīnglào (經絡) genannt werden, so krank werden kann, daß selbst die Zhōngyī (中医), das ist die traditionelle chinesische Medizin, die sich sehr gut mit Qì (氣) und Jīnglào (經絡) auskennt, nicht mehr helfen kann. Hauptsache, unsere Krankenkassen bezahlen so etwas.

In Indien heißt das Qì (氣) Prāṇa (प्राण) und es wird beim Haṭhayoga (हठयोग) durch die Nāḍī (नाडी) geleitet. Natürlich hatten europäische Sprachen früher einen ähnlichen Begriff. Zunächst stammte von den Griechen das Wort Pneuma, dann wurde der wissenschaftliche Begriff dafür in ganz Europa der lateinische Ausdruck vis vitalis. Irgendwann in der Neuzeit hat es ein Chemiker fertiggebracht, Harnstoff zu synthetisieren. Daß das möglich sei hatte man bis dahin nicht geglaubt. Als man es glauben mußte, entschlossen sich die europäischen Wissenschaftler stattdessen nicht mehr an die Existenz der vis vitalis zu glauben. Falls ihr euch über den Zusammenhang wundert, dann seid ihr damit nicht allein. Die Überreaktion versteht niemand. Aber seid dieser Zeit gelten die asiatischen Anthropotechniken dem Westen als Humbug. Es ist erfreulich, falls sich das wieder ändern sollte. Übrigens haben die Inder einen eigenen Namen für eine besonders gefährliche Form des Prāṇa (प्राण), sie heißt Kuṇḍalinī (कुण्डलिनी). Der Westen muß heute sehr viel von den östlichen Kulturen lernen. Dazu gehört auch, wie man Meister in den Anthropotechniken erkennt, obwohl die immer geheimgehalten oder unterdrückt wurden.

Die Chinesen sind sehr pragmatisch und so haben sie einen Weg gefunden, auf dem sie herausfinden, ob ein Qìgōng (氣功)-Meister halten kann, was er verspricht. Die Anthropotechniken hatten immer das Ziel, Praktizierende auf eine höhere Stufe der menschlichen Entwicklung zu heben. Solche höheren Stufen sind an der Entwicklung besonderer Fähigkeiten zu erkennen. Die Chinesen nannten sie früher Shéntōng (神通), heute Tèyì-gōngnéng (特異功能), die Inder nannten sie schon immer Siddhī (सिद्धी) und bei uns nennt man sie paranormale, parapsychologische oder einfach Psi-Kräfte. Aber unsere Krankenkassen bezahlen für Qìgōng (氣功) oder Haṭhayoga (हठयोग) sogar dann, wenn die angeblichen Meister nicht eine einzelne Siddhi (सिद्धि) vorweisen können. Stattdessen müssen sie eine Ausbildung in einem der typisch westlichen, medizinischen Hilfsberufe nachweisen. Nichtmal Kenntnisse indischer Sprachen oder des Chinesischen werden vorausgesetzt, obwohl das Voraussetzung für die Lektüre der Fachliteratur oder Unterricht bei den echten Meistern wäre. Die Lehrenden müssen stattdessen Physiotherapeuten oder Krankengymnasten sein oder ähnliche Berufe ausüben. Das dürfte weder für Qìgōng (氣功) noch für Haṭhayoga (हठयोग) qualifizieren. Stattdessen ist die Ablehnung der Grundlagen des Qìgōng (氣功) und des Haṭhayoga (हठयोग) Teil der offiziëllen Lehrmeinung der modernen, westlichen Medizin und aller medizinischen Hilfsberufe. Dafür gibt es heute auch viele seitens der Patiënten benötigten Medikamente, Therapien und Diagnosen, die die Krankenkassen nicht bezahlen.

Obwohl nun einige der lernwilligen Möchtegernpraktizierenden erkannt haben sollten, daß sie sich lediglich selbst belügen, möchte ich natürlich nicht ausschließen, daß manche Praktizierende ernsthaft Yoga (योग) betreiben und solche Praktizierende tatsächlich gesundheitsfördernde Wirkungen feststellen. Diesen Praktizierenden muß man nicht erklären woran das liegt, aber für alle anderen sei das erläutert. Die erste und wichtigste Voraussetzung für die Praxis des Yoga (योग) ist die Praxis des Ahiṃsā (अहिंसा). Ahiṃsā (अहिंसा) ist das Gebot des Nichtverletzens, das im Hinduismus, im Jainismus und im Buddhismus genau definiert ist, anders als andere religiöse Begriffe. Ahiṃsā (अहिंसा) geht so weit, daß der Praktizierende nichtmal in beleidigender Weise gegenüber anderen Lebewesen auftreten darf. Manchmal ist es umstritten, was man tun darf oder nicht, ohne daß andere Leute beleidigt sind. Aber ganz selbstverständlich bei der Praxis des Ahiṃsā (अहिंसा) ist es, Vegetarier zu sein. Zwar stimmt das Gerücht nicht, daß alle Hindu Vegetarier wären, aber falls sie Yoga (योग) praktizieren, dann sind sie auf jeden Fall zumindest Lacto-Vegetarier. Sie gehören nicht zu den im Westen häufiger zu findenden Ovo-Lacto-Vegetarier und sind schon gleich überhaupt keine Pescetarier, die von geistigen Tieffliegern schonmal fälschlicherweise den Vegetariern zugeschlagen werden, sondern sogar der Verzehr von Eiern ist strikt untersagt. Der Verzehr von Milch ist deswegen erlaubt, weil die Kuh heilig ist. Ein Praktizierender, der kein Hindu ist und die Heiligkeit der Kuh nicht anerkennen will, sollte auch keine Milch trinken oder Milchprodukte verzehren. Es ist auch im Westen schon lange bekannt, daß Vegetarier gesünder als andere Menschen sind. Trotzdem wird es von manchen senilen Leuten, in der Medizin oder der Krankenversicherungsbranche geleugnet. Wer kein Vegetarier ist, praktiziert kein Ahiṃsā (अहिंसा) und ist deswegen auch weit davon entfernt, Yoga (योग) zu praktizieren. Ernsthafte Praktizierende des Qìgōng (氣功) sind selbstverständlich ebenfalls Vegetarier. Wie Sloterdijk schon sagte, sind die Anthropotechniken der Kern der Religionen und alles Weitere sind nur Mißverständnisse. Die Forderung des Buddhismus und des Dàoismus, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren liegen also in den zugrundeliegenden spirituëllen Techniken begründet. Daher kann auch der ernsthaft Praktizierende des Qìgōng (氣功) überhaupt nicht anders als Vegetarier zu sein. Im Unterschied zu Indien gilt die Kuh in China nicht als heilig und daher auch die Milch als ungesund. Tatsächlich vertragen die meisten Asiaten keinen Milchzucker. Die meisten Nichtasiaten übrigens ebenfalls nicht. Inder auch nicht. Āyurveda (आयुर्वेद), die traditionelle indische Medizin, betrachtet die Milch aller anderen Tiere ebenfalls als sehr ungesund, nur über die Kuhmilch traut sie sich das nicht zu sagen, weil die Kuh als heilig gilt. Nun sollte endgültig klar sein, warum Anthropotechniken manchmal die Gesundheit fördern können. Würden Krankenkassen ihre Idee der Prophylaxe wirklich ernst nehmen, dann würden sie Vegetarismus fördern, aber nicht die Praxis der Anthropotechniken. Der Āyurveda (आयुर्वेद) betrachtet zwar auch spirituëlle Bedürfnisse als wichtig für die Gesundheit, aber genauso betrachtet der Āyurveda (आयुर्वेद) finanziëlle Bedürfnisse als für die Gesundheit wichtig. Daher wäre es genauso besser, die Krankenkassen würden den Beitragszahlern einen Teil ihres Geldes zurückgeben anstatt für irgendwelchen Firlefanz aufzukommen.

Falls ihr meinen solltet, daß die Krankenkassen auch mal irgendwelchen Firlefanz bezahlen können, weil sie für die Funktionäre schließlich auch genug Geld haben, dann versucht mal zum Beispiel in einer hämatologischen Klinik eine Blutuntersuchung durchführen zu lassen, die zwar dringend benötigt, aber sonst von keinem Arzt gemacht wird. Hämatologische Kliniken akzeptieren nichtmal durch Fachärzte ausgestellte offiziëlle Überweisungen. Könnten sich Krankenkassen nicht um die wirklich dringend anstehenden Probleme kümmern, wenn sie schon zuviel Geld haben?

Um wirkliche Gesundheitsvorsorge durchzuführen, könnten die Krankenkassen ein komplettes Amalgamverbot erwirken. Das würde schon vielen Menschen helfen und sehr viele Kosten im Gesundheitssystem einsparen helfen. Amalgamgeschädigten die komplette Sanierung zu bezahlen, käme immernoch wesentlich günstiger als das zu unterlassen und die Betroffenen von einem Arzt zum anderen irren zu lassen. Aber Amalgam ist ein so komplexes Thema, daß es nicht auch noch in diesem Artikel abgehandelt werden soll. Stattdessen sei auf die Seiten des Toxikologen Dr. Daunderer verwiesen.