2009/09/04

Das Bedingungslose III


Viele der Kritiker des Bedingungslosen haben sich nie mit dem Konzept des Bedingungslosen befaßt oder sich gar damit auseinandergesetzt. Betrachten wir die durch so ein Vorgehen entstandene Kritik. Solche Kritik läuft immer nach dem gleichen Muster ab. Man beginnt mit ein paar statistischen Wirtschaftsdaten, denkt sich noch ein paar andere Zahlen dazu aus und behauptet dann, daß das Bedingungslose sowieso niemals funktionieren könne, weil .... Das ... wird dann anhand einiger Milchmädchenrechnungen erklärt. Die fallen zwar alle unterschiedlich aus, lassen sich jedoch trotzdem alle auf die Aussage reduzieren, daß Götz Werner, also jemand der ein multimilliardenschweres Unternehmen aufgebaut hat, nicht rechnen könne. Logischerweise müßte man nun erwarten, daß die durch die Kritiker gegründeten Unternehmen so erfolgreich sein müßten, daß sie die Drogeriekette des Götz Werner ganz schön alt aussehen ließen. Nur scheint das irgendwie bei keinem einzigem Kritiker dieser Sorte der Fall zu sein. Eine logische Schlußfolgerung daraus kann nun hoffentlich jeder Leser selbst ziehen.

Wird die Argumentation eines solchen Kritikers durch die Anwendung simpler Logik entkräftet, dann wird mit geradezu naturgesetzlicher Konsequenz als nächstes behauptet, daß das Bedingungslose nicht funktionieren könne, weil dann niemand mehr arbeiten würde. Trotzdem sagen die Kritiker gleich noch selbst dazu, daß sie selbst sowie alle ihre Freunde und guten Bekannten davon natürlich ausgenommen wären und sie weiterhin arbeiten würden. Um festzustellen, wieviele Leute trotz eines Bedingungslosen noch arbeiten würden, müßte man die Kritiker zählen, die dennoch arbeiten würde, um dadurch gegen das Bedingungslose zu protestieren, sowie die Leute denen die Kritiker diese Behauptung ebenfalls glauben und dazu noch die Anhänger des Bedingungslosen, die weiterhin arbeiten würden, um ihrer Zustimmung zum Bedingungslosen Ausdruck zu verleihen. Da sich außer den genannten Gruppen jedoch noch niemand zum Bedingungslosen geäußert hat, dürfte man bei denjenigen, die trotz eines Bedingungslosen weiterhin würden arbeiten wollen und auch dazu in der Lage sind, auf einen Bevölkerungsanteil nahe hundert Prozent kommen.

Ohne sich mit dem Konzept des Bedingungslosen jemals intensiv auseinandergesetzt zu haben, kann man also keinesfalls zu einer fundierten Kritik daran kommen. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Konzept könnte die Sache anders aussehen. Aber dazu müßte man sich natürlich erstmal mit dem Konzept des Bedingungslosen auseinandersetzen, wozu die in diesem Artikel behandelten Kritiker kaum Bereitschaft zeigen. Das soll uns jedoch nicht davon abhalten das zu tun.

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