2009/08/10

Entalphabetisierung IV


Ein wichtiger Aspekt der Lesekompetenz ist es, zwischen Ursachen und Wirkungen unterscheiden zu können. Infolge der massiv voranschreitenden Entalphabetisierung geht diese Fähigkeit jedoch mehr und mehr verloren. Dazu ein Beispiel aus dem Gesundheitsbereich.

In den Industrieländern werden die Menschen immer fetter. Immer mehr Menschen sind als adipositös einzustufen. Übermässig viel eingelagertes Körperfett geht mit erhöhtem Risiko für Brustkrebs, Eierstockkrebs, Prostatakrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Dickdarmkrebs und Arteriosklerose einher. Letztere wird vor allem auf gehärtete Fette zurückgeführt.

Gehärtete Fette enthalten Transfettsäuren, die natürlich ins Körperfett eingelagert werden, wenn man gehärtete Fette zu sich nimmt. Daß das Risiko der Arteriosklerose einem bestimmtem Teil des Körperfettes zugeordnet werden konnte, gibt einen ersten Hinweis darauf, was hier als Ursache und was als Wirkung zu betrachten angemessen wäre.

Im Körperfett sind sehr viele giftige Substanzen gelöst. Das ist der Fall, weil der Körper Schwierigkeiten damit hat, fettlösliche Substanzen auszuscheiden. Transfettsäuren, fettlösliche Holzschutzmittel, fettlösliche Weichmacher, fettlösliche Insektizide, fettlösliche Pestizide und fettlösliche Herbizide wurden alle erst durch Menschen erschaffen. Deswegen hatte die Natur nie die Gelegenheit, und vor allem nicht die Notwendigkeit, Methoden zu entwickeln, um sich vor den fettlöslichen Giftstoffen zu schützen. Deswegen weiß sich auch der menschliche Körper nicht anders zu helfen als gesundheitsschädliche, fettlösliche Stoffe in das Körperfett einzulagern. Daraus folgt natürlich, daß der menschliche Körper umso mehr Körperfett braucht, je mehr Giftstoffe er dort einlagern muß.

Möglicherweise nehmen manche Menschen deswegen so viel Fett auf, daß man sie als fettsüchtig bezeichnet. Schlanke und auch normalgewichtige Menschen ekeln sich eher vor Fett. Wie sollten Menschen dann danach süchtig werden können? Es sei denn, daß der Körper nach mehr Fett verlangt, um mehr Giftstoffe einlagern zu können. Sollte die Fettaufnahme mit der Aufnahme anderer gesundheitsschädlicher Stoffe korrelieren, dann ist es selbstverständlich, daß die Fettaufnahme auf die gleiche Weise mit den durch die anderen Stoffe ausgelösten Gesundheitsschäden korreliert. Ebenso selbstverständlich ist es dann, daß sich der Körper gegen alle Maßnahmen, mit denen der Mensch abnehmen will, wehrt. Tatsächlich erzählen uns Mediziner, daß der menschliche Körper sogar seinen Grundumsatz senkt, sobald man anfängt, deutlich weniger Kalorien aufzunehmen.

Nimmt man trotzdem mit eisernem Willen und Gewaltmaßnahmen ab, dann werden die eingelagerten, fettlöslichen, gesundheitsschädlichen Stoffe natürlich wieder freigesetzt. Sie gehen dann vor allem in das Nervengewebe über, weil das am meisten Lipide enthält und dadurch den Fettzellen chemisch gesehen am ähnlichsten ist. Es kommt zwar selten vor, daß Menschen so viel Willenskraft aufbringen, daß sie es schaffen mit den herkömmlichen Maßnahmen dauerhaft abzunehmen, aber bei vielen Menschen kann man beobachten, daß sie im Alter gleichzeitig abmagern und dement werden. Außerdem fühlen sich Menschen mit viel Körperfett eher schlapp, obwohl sie doch im wörtlichen Sinne voller Energie sein sollten.

Werden Krankheiten geheilt, dann kommt es anfangs oft zur sogenannten Erstverschlimmerung. Das könnte ebenfalls darauf zurückzuführen sein, daß einige fettlösliche, gesundheitsschädliche Stoffe aus dem Fettgewebe freigesetzt werden, weil der Körper wie für alles andere auch zur Heilung Energie aufwenden muß und dafür sein Fett anzapfen kann. Aus der Theorie würde noch folgen, daß Fettabsaugungen andere Konsequenzen haben als auf normale Art abzunehmen. Bei Fettabsaugungen würden die gesundheitsschädlichen, fettlöslichen Stoffe mitentfernt, aber dafür sind natürlich die Risiken einer Operation gegeben. Menschen, die eine Fettabsaugung hinter sich haben, können natürlich nur dann dadurch gesünder geworden sein, falls sie auch die Zufuhr der gesundheitsschädlichen Stoffe abgestellt haben!

Obwohl das alles sehr einleuchtend ist, steht eine wissenschaftliche Überprüfung der Theorie noch aus, weil es viel einfacher ist, übergewichtigen Menschen die Schuld an ihren Leiden selbst in die Schuhe zu schieben und sie zu dissen, anstatt die wahren Ursachen der gesundheitlichen Probleme festzustellen und sie danach konsequenterweise auch noch abzustellen. Vor der Überprüfung der Theorie sollte keinesfalls zu Fettabsaugungen geraten werden, weil es dabei die üblichen Risiken einer Operation gibt! Die sind keineswegs gering!

Es gibt noch einen weiteren Grund, aus dem zur Zeit nicht zum abnehmen oder zu Fettabsaugungen geraten werden kann. Dank der kompletten Unfähigkeit der zur Zeit Regierenden haben wir schreckliche Dinge zu erwarten, wie sie hier unter dem Titel „Das Schicksal der Welt I“ geschildert werden. Uns steht eine große, weltweite Hungersnot bevor. Es könnte sein, daß die Menschen hier in nur wenigen Jahren für jedes Gramm Körperfett, das ihnen dann noch verblieben sein wird, äußerst dankbar sein werden. Sogar falls sie zur Zeit versuchen abzunehmen. Das Ausmaß des zur Verfügung stehenden Körperfettes könnte während den Ereignissen, die die Berufslügner gerade dabei sind, uns einzubrocken, über verhungern oder nicht verhungern entscheiden. Darum muß vom abnehmen zur Zeit sogar abgeraten werden, obwohl eine gesunde Ernährung selbstverständlich trotzdem und sogar erst recht angeraten wird. Fett sollte nur in Form mehrfach ungesättigter, natürlicher Fettsäuren zu sich genommen werden. Denen, die leicht auf Werbung hereinfallen, sei noch gesagt, daß man gesunde Fettsäuren selbstverständlich nicht über den Verzehr von Fischen aufnehmen kann. Fische enthalten ausschließlich die Fette, die sie beim fressen selbst aufgenommen haben. Im Fall der Zuchtfische sind das gesättigte Fettsäuren aus Tiermehl, besonders solchem, das an Landtiere nicht verfüttert werden darf.

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