2009/08/16

Ein nichtlohnendes Geschäftsmodell


Warum stelle ich euch ein Geschäftsmodell vor, das sich nicht lohnt? Falls es sich wirklich nicht lohnt, warum ist es dann überhaupt ein Geschäftsmodell? Nun, es ist bestimmt nicht für alle Anwender gleichermaßen unergiebig. Es müssen aber viele Dinge zusammenkommen, damit es funktioniert. Nur in den anderen Fällen lohnt es sich nicht. Nur weil das meistens der Fall sein dürfte, wurde das Geschäftsmodell als nichtlohnend bezeichnet.

Benötigt werden juristische Kenntnisse und ein ausgeprägter Selbsterhaltungstrieb. Die juristischen Kenntnisse müssen ausreichen, um die Gesetze mehrerer Länder zu verstehen. Die Gesetze und deren unterschiedliche Durchsetzung in anderen Staaten sind der Grund für die Schwierigkeiten bei dem Geschäftsmodell, durch die es sich nur für wenige Anwender auszahlen dürfte.

Die Grundidee der Geschäftstätigkeit ist ganz einfach. Viele Staaten haben das Problem, daß sie in der wirtschaftlichen Nutzung ihres Territoriums sehr eingeschränkt sind, weil ihr Staatsgebiet zu einem großem Teil vermint ist. Zwar sind Landminen bereits international geächtet, aber das hat das Problem nicht gelöst. Es gibt ein paar Hilfsorganisationen, die an der Entminung arbeiten. Aber das geht nur sehr langsam voran, weil sich damit kein Geld verdienen läßt und die Entminungsarbeit daher auf Spenden angewiesen ist. Aber genau das läßt sich ändern und zwar durch Immobilienhandel. Vermintes Land ist völlig wertlos, weil es nicht genutzt werden kann. Daher dürfte es leicht sein, es zu geringen Preisen aufzukaufen. Ihr habt wahrscheinlich schon begriffen, was danach folgen soll. Durch die anschließend erfolgende Entminung gewinnt das Land seinen Wert zurück und wird dann zu hohen Preisen verkauft. An diesem Geschäftsmodell ließe sich sogar das Grundprinzip jeglicher unternehmerischen Tätigkeit erläutern, weil hier nicht viel außenherum ist. Man sollte annehmen, daß ein so einfaches Modell bereits allgemein angewandt würde. Aber es gibt dabei ein großes Problem. Viele Staaten verkaufen kein Land an Ausländer.

Ein Staat, dessen eigene Unternehmer nicht in der Lage sind, Landentminung gemäß diesem Geschäftsmodell zu praktizieren, brauchen ausländische Unternehmer, die das machen. Falls die selben Staaten es Ausländer erschweren, Land zu kaufen oder zu verkaufen, dann bleibt das Staatsgebiet immer zu einem großem Teil vermint, weil Minen viel schneller gelegt als wieder geräumt sind. Vernünftig wäre es, die marxistisch-leninistisch beeinflußten Gesetze, die Ausländern den Handel mit Immobilien untersagen, abzuschaffen, damit der Staat selbst von dem Handel profitieren kann und zwar mehr als nur durch Steuereinnahmen je der Fall sein könnte. Leider spielt Vernunft beim regieren eines Staates heutzutage praktisch keine Rolle. Darum müssen sich Unternehmer, die nach diesem Geschäftsmodell vorgehen wollen, sich mit den Gesetzen mehrerer Staaten auskennen, um einen passenden zu finden, in dem es so praktiziert werden kann. Der könnte für die schlechter regierten Staaten irgendwann zu einem Vorbild und Landentminung schließlich im erforderlichen Umfang durchgeführt werden. Hat man erst einen passenden Staat gefunden, dann wird das Geschäftsmodell zu einem sogar sehr lohnendem!

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