2009/08/09

Astromagie VII


Manche von euch dürften schon lange auf eine Erklärung dafür gewartet haben, warum die Astromagie einerseits viele Erfolgsaussichten erhöhen können solle, aber andererseits Lottogewinne auch mit Hilfe der Astromagie nicht realisiert werden können. Jedenfalls nicht in einem Ausmaß, daß das Lottospiel kein Verlustgeschäft mehr wäre. Natürlich ist der Grund dafür, daß das Lottospiel so konstruiert ist, daß für den Spieler kein Gewinn herauskommen kann. Sogar dann wenn jeder einzelne Jackpot geknackt werden würde, wäre immernoch der staatliche Lotteriebetreiber der Hauptgewinner. Trotzdem gibt es Lottogewinner. Die sind sehr selten. Genau deswegen kann man das an ihren Horoskopen erkennen. Das gehört zu den am besten untersuchten Phänomenen der Astrologie.

Der typischste Aspekt in den Geburtshoroskopen von Lottogewinnern sind Aspekte zwischen Jupiter und Uranus sowie zwischen Jupiter und dem Mond. Das reicht natürlich noch nicht aus, obwohl man das Lotto gleich aufgeben sollte, falls man solche Aspekte nicht hat. Bisher hätten das noch 16,3 % der Geburtshoroskope. Das Zweite Haus und das Fünfte Haus müssen beide stark betont, am besten die am stärksten betonten Häuser des Horoskopes, sein. Dazu sollten noch weitere Aspekte kommen, die besonders Neptun, Pluto, die Venus und die Sonne betreffen, und Aspekte, an denen Saturn beteiligt ist, sollten fehlen. Es zählen zwar alle Aspekte, aber die weniger harmonischen Aspekte und solche mit kleineren Winkeln sind eher bei kleineren Gewinnen vorhanden. Ohne daß das eigene Geburtshoroskop diese Voraussetzungen erfüllt, kann man sich gleich von jeglichem Lottogewinn verabschieden.

Der Astrologe Uwe Kraus hat ein Buch darüber geschrieben, wie die Horoskope der Lottogewinner aussehen:
Kraus, Uwe M.: Lotto und Astrologie: das Gewinnsystem der Sterne. Bad Camberg: Kraus 1999. Zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage.

Wie auch in dem Buch dargelegt wird, ist die Annahme total albern, daß Kenntnisse der Astrologie zu Lottogewinnen verhelfen könnten, falls die Voraussetzungen im eigenen Geburtshoroskop nicht gegeben sind. Falls sie gegeben sind, dann läßt sich durch Kenntnisse der Astrologie natürlich der beste Zeitpunkt berechnen, wann man sein Glück versuchen sollte. Das ist durchaus nützlich, denn Lottogewinne sind dermaßen unwahrscheinlich, daß sie sogar bei den geborenen Gewinnern selten sind. Astrologen, die etwas von ihrem Fach verstehen, werden also am ehesten den gleichen Schluß aus ihren Kenntnissen ziehen, den Statistiker aus ihren eigenen ziehen, und das Lottospielen unterlassen.

Es reicht auch für andere Lottospieler nicht aus, lediglich die Chancen auf einen Gewinn zu kennen. Vergleichen sollte man auch den möglichen Gewinn mit dem dadurch zu erzielenden Gewinn, daß man die Kosten für die Lotterielose in Bundesschatzbriefen anlegt anstatt daraus Einnahmen der Lottogesellschaften zu machen. Die meisten Lottospieler scheinen dazu nicht fähig zu sein. Das wird nochmals dadurch bestätigt, daß die Hälfte aller Lottogewinner nach zwei Jahren wieder pleite sind. Wer ein Gewinnerhoroskop hat, kann eben nicht zugleich das Horoskop eines erfolgreichen Geschäftsmannes haben. Man ist also nicht benachteiligt, falls man feststellt, daß man selbst kein Gewinnerhoroskop hat. Am sinnvollsten ist es natürlich, das eigene Geburtshoroskop zu kennen und die darin aufgezeigten Chancen zu nutzen. Als Fehler sollte man es vielleicht noch betrachten, die Auswertung des eigenen Horoskopes anderen zu überlassen.

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