2009/06/10

Zölibat


Zölibat bezeichnet vorsätzliche Ehelosigkeit und sexuëlle Enthaltsamkeit. Entgegen der Darstellung beispielsweise in der Wikipedia, die mehr und mehr mit Unsinn angefüllt wird, wird der Zölibat nicht nur in der katholischen Kirche praktiziert. In manchen Religionen ist der Zölibat Voraussetzung für bestimmte Positionen in der Hierarchie. Die katholischen Priester sind zwar das bekannteste Beispiel, aber buddhistische Mönche wären ein weiteres Beispiel für Leute, die im Zölibat leben. Außer aus machtpolitischen Motiven innerhalb der Hierarchie einer Religion wird der Zölibat manchmal tatsächlich auch aus spirituëllen Gründen praktiziert. Für spirituëlle Praktiken wie das ausschließlich in Indien und vielleicht Teilen Tibets praktizierte, echte Tantra (तन्त्र‌) ist der Zölibat unbedingte Voraussetzung. Die Endung -at weist darauf hin, daß das Wort ein Maskulinum ist. Lediglich substantivierte Verben und Chemikalien auf -at sind Neutra, weil das auf alle Wörter dieser Gruppen unabhängig von der Endung zutrifft.

Es gibt jedoch noch Wesentlicheres mitzuteilen. Das betrifft den Zölibat innerhalb der katholischen Kirche. Dort wurde er nämlich nicht aus spirituëllen Gründen zur Pflicht für die Priester. Den wirklichen Grund konnte man vor ein paar Tagen aus dem Telepolis-Artikel http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30378/1.html erfahren. Die dortige Überschrift gibt jedoch keinen Hinweis auf den Grund und darf als völlig verfehlt betrachtet werden. Der wirkliche Grund findet sich weiter unten im Text. Durch den Zölibat konnten katholische Funktionäre keine ehelichen Kinder haben und deswegen nichts vererben. Damals wären nur eheliche Kinder erbberechtigt gewesen. Weil es die durch das Zölibat nicht geben konnte, konnte die katholische Kirche an deren Stelle treten. Dadurch hat die katholische Kirche einen Teil ihres unglaublichen, materiëllen Reichtums angehäuft. Uneheliche Kinder waren dagegen bedeutungslos und so wären die Priester nicht unbedingt daran gehindert gewesen, uneheliche Kinder in die Welt zu setzen. Bis heute haben viele Menschen noch so viel Respekt vor der religiösen Autorität, daß sie dem Ruf eines Priesters nicht schaden würden. So ließen sich biologische und religiöse Ziele der Funktionäre in Einklang bringen. Inzwischen sind vor dem Gesetz uneheliche Kinder endlich den ehelichen gleichgestellt. Dadurch funktioniert die beschriebene Strategie nicht mehr. Völlige Kinderlosigkeit bedeutet weniger Gläubige in der nächsten Generation für die Kirche. Atheïsten beispielsweise kennen keinen religiösen Grund für Kinderlosigkeit. Das bedeutet, daß heute durch den Zölibat Macht und Einfluß der Kirche schwinden. Daraus folgt, daß sich die katholische Kirche langsam an die Abschaffung des Zölibates machen müßte. Tatsächlich ist der Zölibat innerhalb der katholischen Kirche bereits umstritten.

Wird er abgeschafft? Sehen wir unter http://seherschauungen.de.ps-server.net/forum/forum_entry.php?id=663 nach, genauer gesagt bei der dort neben anderen zitierten Schau des Sehers Hans-Peter Paulussen (*1943), Münster/Westfalen. Bei einem religiösen Thema dürfte sich kein Argument gegen eine solche Quelle finden lassen. Dann stellen wir fest, daß der Zölibat durch einen Mehrheitsbeschluß abgeschafft werden wird. Die Vorstellung wäre vor einem halben Jahrhundert noch undenkbar gewesen. Aber heute ist der Inhalt der Schau schon sehr plausibel. Allerdings bedeutet das auch, daß die Abschaffung des Zölibates ein sehr wichtiges Vorzeichen sein wird. Kurz darauf werden Christen abgeschlachtet werden, danach werden der kommunistische Atheïsmus und der Islam das so entstehende Vakuum füllen.

Ein göttliches Eingreifen zugunsten der Christen dürfte naheliegenderweise nichts weiter sein als Wunschdenken mancher Christen. Deswegen sollten europäische Christen die Diskussion um die Abschaffung des Zölibats aufmerksam verfolgen und sich, sobald er tatsächlich abgeschafft wird, in weit entfernte Länder absetzen.

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