2009/06/15

Nachtrag zur Teuerung


Das statistische Bundesamt behauptet, daß die Güter des Warenkorbes, mittels dem die Teuerungsrate festgestellt wird, doch gewichtet werde. Anders als in meinem Artikel angegeben wurde. Zugleich ist sich das statistische Bundesamt bewußt, daß der Warenkorb für die meisten Konsumenten unpassend gewichtet ist. Deswegen bietet es ein interaktives Werkzeug zur Ermittlung der individuëllen Teuerungsrate an. Hier ist ein direkter Link darauf. Das soll mit dem Firefox-Brauser ohne Probleme und mit mit dem Internet-Explorer durch die Hilfe eines zusätzlichen Steckreins funktionieren. Andere Brauser kennen Bundesämter nicht.

Funktioniert das interaktive Werkzeug, dann ermittelt man die eigene individuëlle Teuerungsrate, indem man die Schieberegler passend einstellt und auf die Schaltfläche mit der Beschriftung „OK“ klickt. Dann sollte man einen passenden Graphen angezeigt bekommen. Jedoch ist passend hier ziemlich relativ, denn das statistische Bundesamt gibt zwar an, siebenhundert Güter zu berechnen, jedoch gibt es viel weniger Schieberegler. Daher kann man die eigene Teuerungsrate doch nicht genau berechnen. Die Berechnungsmöglichkeiten der Teuerungsrate gehen beim statistischen Bundesamt nicht sehr in die Tiefe. Somit muß man mit einem Warenkorb leben, der die Preisentwicklung auch nicht viel besser anzeigt als wenn er nicht gewichtet wäre. Daher findet man oft die Angabe, daß der Warenkorb garnicht gewichtet wäre, obwohl das so nicht stimmt. Die Gewichtung ist lediglich völlig unbrauchbar. Natürlich kann auch das statistische Bundesamt nur mit den Daten arbeiten, die es zur Verfügung hat und auch die Möglichkeiten zur Erhebung der Daten sind begrenzt. Daher kann man dem statistischen Bundesamt garkeinen Vorwurf machen.

Die Idee mit dem Warenkorb ist viel älter als das Netz und noch auf dem alten technischen Stand. Heute könnte man es besser machen. Heute könnten viele Nutzer des Netzes die Preisentwicklung ihrer bevorzugten Produkte verfolgen und die Daten ins Netz eingeben. Dadurch ließe sich die wirkliche Teuerungsrate, die Preisstabilität und daraus berechnete Größen wie zum Beispiel ein gerechter Wechselkurs der verwendeten Währungen leicht angeben. Es fehlt nur noch ein Netzportal, das diese Aufgabe übernimmt. Wie ihr euch inzwischen schon denken könnt, fehlt es hier auf Zhèng-Míng (正名) an der entsprechenden Software und an Programmierkenntnissen. Andernfalls wäre Zhèng-Míng (正名) nicht als Blogspot gehostet.

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