2009/06/28

Astromagie VI


Elektionen solltet ihr bereits aus dem Artikel Astromagie II kennen. Nun kommen wir zur interessantesten Anwendung der Elektionen. Diese Anwendung hat meinen Verfasser überhaupt erst auf die Idee der Astromagie gebracht. Wir beschäftigen uns im folgenden mit der Möglichkeit, Unfälle zu verhindern. Der transitierende Uranus warf ein Quadrat zum Radixmars meines Verfassers, danach wurde der Uranus rückläufig und dadurch wiederholte sich das Quadrat noch zweimal, nämlich während der Rückläufigkeit und der sich daran anschließenden Vorläufigkeit. Während des Quadrats zwischen dem rückläufigen Uranus und dem Radixmars hatte mein Verfasser einen Autounfall. Das war eine fast schon klassische Konstellation für einen Unfall. So lernte mein Verfasser die Bedeutung und Bedeutsamkeit solcher Transite kennen.

Trotzdem erstaunte es noch meinen Verfasser als er erfuhr, daß es bereits mindestens zwei Studien über den Zusammenhang zwischen Unfallhäufigkeiten und bestimmten astrologischen Konstellationen gibt. Sie stellten folgendes fest:

Eintausend Unfälle, die einen mindestens dreimonatigen Arbeitsausfall verursachten, wurden auf eine Verbindung zu den Geburtsdaten der Verletzten untersucht. Man fand heraus, daß es eine um durchschnittlich vierzig Prozent erhöhte Unfallwahrscheinlichkeit gab, wann immer sich die transitierende Sonne im Quadrat, in Konjunktion oder in Opposition zur Radixsonne befand. Das Phänomen war am deutlichsten bei der Konjunktion. Betrachtet man nur die Konjunktionen zwischen transitierender Sonne und Radixsonne, dann ist das Unfallrisiko um fünfundfünfzig Prozent erhöht. (KOLLERSTROM, N 1995: Investigating Aspects, M Pottenger Hg: Astrological Research Methods: An ISAR Anthology, 287-302)

Eine Einrichtung namens Sandia Laboratories überprüfte Unfälle aus mehreren Jahrzehnten. Sie fand heraus, daß die Unfallwahrscheinlichkeit immer dann erhöht ist, sobald der transitierende Mond die gleiche Position zur transitierenden Sonne einnimmt wie im Geburtshoroskop, also die gleiche Phase des synodischen Mondumlaufes wiederholt wurde. Die japanische Personenverkehrsgesellschaft Omi (Eisenbahnen, Taxen, Busse) teilte nach der Studie die Dienstpläne ihrer Fahrer entsprechend ein. Dadurch wurde die Unfallrate um ein Drittel gesenkt. (OSTRANDER, S & SCHROEDER, L 1993: Vorauswissen mit PSI: Die Programmierung wichtiger Entscheidungen und Handlungen mit Hilfe der eigenen PSI-Kräfte, 189)

Da mir die Literaturangaben selbst etwas seltsam erscheinen, erwähne ich lieber noch, daß sie zitiert sind nach Zimmel, Manfred: Wenn Himmel und Erde sich vereinen: Esoterik und Astrologie in der Wirtschaft. Regensburg: Kern-Verlag 1999. 1. Auflage.

Es fällt dabei auf, daß in den Untersuchungen vor allem die Position der Sonne in den Horoskopen der Verunglückten untersucht wurde. Das alleine läßt schon Zweifel an der astrologischen Fachkenntnis der Untersuchenden aufkommen. Laut den Angaben über die zweite Studie reichte es anscheinend aus, die jeweiligen Mondphasen zu berücksichtigen, um die Unfallraten zu senken. Es gibt sehr viele Untersuchungen über den angeblichen Einfluß der Mondphasen auf alles mögliche, insbesondere auf das Auftreten von Komplikationen bei Operationen in Krankenhäusern. Es kam immer heraus, daß die Mondphasen höchstens einen so geringen Einfluß haben, daß es in keiner Statistik auffällt. Die Studie zu den Unfällen behauptet, daß man die Mondphasen zu den jeweiligen Geburtshoroskopen der Betroffenen in Beziehung hätte setzen müssen, um statistische Effekte zu sehen. Daraus folgt, daß in den anderen Mondphasenstudien ein methodischer Fehler aufgedeckt wurde, den man nun korrigieren müßte und mit der Korrektur müßten die Mondphasenstudien wiederholt werden. Über das Ergebnis solcher Überprüfungen der Studien läßt sich natürlich noch nichts aussagen. Aber eine Senkung der Unfallraten auf ein Drittel des vorherigen Wertes ist beeindruckend. Wir wissen jedoch nicht, ob gleichzeitig noch andere Maßnahmen zu diesem Zweck getroffen wurden. Der wichtigste Grund, um mißtrauisch zu sein, ist der, daß die verschiedenen Studien zur Unfallhäufigkeit anscheinend auf unterschiedliche Ergebnisse kommen. Sogar bei den beiden Studien, die explizit die Position der Sonne berücksichtigen, kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die eine Studie sagt aus, daß der Winkel zum Mond entscheidend sei, die andere Studie kam zu dem Ergebnis, daß alle sich aus der Vierteilung des Kreises ergebenden Aspekte auf die Radixsonne entscheidend sein müssen. Es gibt astrologische Schulen, die ausschließlich diese harten Aspekte berücksichtigen. Ebenso gibt es viele Astrologen, die die Position der Sonne als für die meisten Aspekte des Lebens maßgeblich halten. Daher liegt die Schlußfolgerung nahe, daß die Studien so angelegt waren, daß nur die Lehren bestimmter astrologischer Schulen überprüft wurden, nicht jedoch welche Faktoren in jedem Horoskop Unfälle anzeigen. Daher ist noch viel Forschung auf diesem Gebiet notwendig. Daß bereits mit den bisher vorliegenden, rudimentären Erkenntnissen manche Unternehmen ihre Unfallraten auf astrologischem Wege deutlich senken konnten, stimmt optimistisch dafür, daß weitere Forschungen zu der Möglichkeit führen, Unfälle komplett zu vermeiden.

Natürlich muß sich das in den Geburtshoroskopen bereits angelegte Schicksal erfüllen. Sollte sich alle Unfälle im Leben der Betroffenen komplett vermeiden lassen, dann stimmte die Vorhersage nicht und die dafür wichtigen Horoskopfaktoren könnten nie entdeckt werden. Aber gerade dadurch, daß man um die Unausweichbarkeit mancher Ereignisse weiß, ließe sich Vorsorge treffen, um die Folgen der Ereignisse abzumildern. Astrologische Unfallvermeidung wäre für Verkehrsunternehmen und für Versicherungen nützlicher als für die unmittelbar Betroffenen. Deswegen sollten gerade solche Unternehmen mehr Studien zur astrologischen Unfallvermeidung durchführen lassen. Hinter dieser Idee verbergen sich große Gewinnmöglichkeiten.

Viele Astrologen analysieren die Abfahrthoroskope gesunkener Fähren oder die Abflughoroskope abgestürzter Flugzeuge. Aus den so gewonnenen Erkenntnissen folgt, daß die Berücksichtigung der Abreisehoroskope hilft, viele Unfälle zu vermeiden.

Claudia von Schierstedt gibt dazu folgende Regeln an:
  • der Mond sollte nicht im achten Haus stehen

  • der laufende Mond sollte in der unmittelbaren Zukunft keine schwierigen Aspekte zu anderen laufenden Planeten bilden

  • der Aszendent sowie der Herrscher des ersten Hauses sollten nicht auf den letzten Graden eines Tierkreiszeichens stehen

  • applikative Konjunktionen mit weniger als einem Grad Orbis zum Herrscher des ersten Hauses sind zu vermeiden

  • Mars, Saturn, Neptun, Uranus, Pluto oder absteigende Knoten sollten nicht auf der Seite der Eckhäuser in der Nähe der Hauptachsen stehen

  • der Herrscher des ersten Hauses und sein Dispositor sollten beide gut stehen und keine schwierigen Aspekte erhalten

  • der Herrscher des neunten Hauses und sein Dispositor sollten beide gut stehen und keine schwierigen Aspekte erhalten

  • zwischen dem Herrscher des neunten Hauses einerseits und dem Herrscher des ersten Hauses oder dem Mond andererseits sind positive, applikative Aspekte wünschenswert

  • bei längeren Reisen müßte der Herrscher des neunten Hauses des Radixhoroskopes des Reisenden Transite der Langsamläufer Saturn, Uranus, Neptun oder Pluto erhalten

(von Schierstedt, Claudia: Astrologische Terminwahl. Mössingen: Chiron Verlag 1997. 2. Auflage 2004. Seiten: 101 & 102.)

Gelingt es, diese Dinge in allen Abfahrtshoroskopen und Abflughoroskopen unterzubringen, dann sollten sich tatsächlich viele Unfälle vermeiden lassen, weil hier Geburtshoroskope der Betroffenen nicht berücksichtigt wurden und es sich bei diesen Unfällen darum nicht um unvermeidbares Schicksal handeln braucht. Es ist abzusehen, daß die meisten Unternehmen, ob Verkehrsbetriebe oder Versicherungen, lieber Verluste hinnehmen werden, als ihr operatives Geschäft von astrologischen Faktoren abhängig zu machen. Das Leid der Menschen findet dabei keine Berücksichtigung. Gerade darum geht es in der Astromagie. Wahrscheinlich läßt sich auch ein vorhergesehener Unfall nicht immer verhindern, aber das Leid der beteiligten Menschen sollte auf ein Minimum reduziert werden können. Was spielt es dagegen für eine Rolle, daß manche Fahrpläne etwas unregelmäßig aussehen werden? Sind rückläufige Konstellationen an der Vorhersage eines Unfalles beteiligt, dann muß der Aspekt logischerweise zunächst in der Direktläufigkeit, danach in der Rückläufigkeit und schließlich nochmal in der Direktläufigkeit vorliegen. Als Faustregel gilt, daß das zuzuordnende Ereignis an jedem der drei Zeitpunkte stattfinden kann, daß es aber, das gilt besonders im Falle eines Unfalles, desto schlimmer wird, je später der Zeitpunkt liegt. Also ein Unfall ist während der ersten Direktläufigkeit nicht so schlimm, während der zweiten Direktläufigkeit jedoch schlimmer als während der Rückläufigkeit. Als mein Verfasser seinen Autounfall hatte, war der Uranus rückläufig. Dementsprechend gab es große Sachschäden, aber nur geringfügige Personenschäden. Insbesondere die Personenschäden sollten durch die Werkzeuge der Astromagie vermieden werden. Weil andere Unternehmen nicht mitmachen werden, müssen Astromagier eigene Unternehmen gründen, die dank der Astromagie viel erfolgreicher als die etablierten Konkurrenten sein werden.

Es fehlt zur Zeit vor allem an brauchbarer Software, die es erlaubt, einerseits gefährliche Zeitpunkte vorherzusagen und andererseits fortgeschrittenere Erkenntnisse in der astromagischen Unfallvermeidung zu berücksichtigen. Sinnvoll wäre es auch, wenn so eine Software dauerhaft auf einem Server liefe, die Daten dort registrierter Benutzer überprüfte und automatisch Warnmeldungen an diejenigen verschickte, die in den darauffolgenden Tagen ein gefährliches Zeitfenster erleben. So eine Dienstleistung könnte durch eine Unfallversicherung bezahlt werden, die durch Unfälle mit geringeren Schäden und insgesamt weniger Unfällen gleichzeitig viele Kosten einspart. Ich bitte alle Programmierer darum, bei der Entwicklung solcher Software mitzuhelfen. Hätte mein Verfasser auch nur das allergeringste Talent zum programmieren, dann gäbe es mich wohl nicht, aber stattdessen ein astromagisches Portal, daß vielen Leuten durch die Unfallvermeidung viel Leid ersparte.

Natürlich taugen die Erkenntnisse der astromagischen und sonstiger astrologischer Unfallforschung auch dazu, um beispielsweise bei sportlichen Ereignisse die wahrscheinlichsten Sieger und Verlierer vorherzusagen. Pferderennen dürften hier ein interessantes Forschungsfeld sein, sofern man die Geburtsdaten der Rennpferde bekommen kann. Der Pferderennsport scheint eine rein britische Angelegenheit zu sein und in anderen Ländern, zumindest in Deutschland, darf man auch nicht darauf wetten. Trotzdem wäre es gut, falls einer meiner Leser einen Link auf die Geburtsdaten einiger Rennpferde parat hätte, diesen als Kommentar unten anzufügen.

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