2009/05/20

Chlorella vulgaris zur Amalgamtherapie


Auf den Seiten des Dr. Daunderer kritisiert der unter anderem alle Leute, die versuchen chronische Amalgamvergiftungen durch das Verabreichen der Algenart Chlorella vulgaris zu beseitigen. Er stellt fest, daß mit diesen Algen eine große Abzocke betrieben wird und daß die Algen deswegen nicht helfen könnten. Weil der Dr. Daunderer eine der ganz wenigen Anlaufstellen ist, die Amalgamgeschädigten tatsächlich zu helfen versuchen, kann seine Ablehnung der Algentherapie bei den Betroffenen zu einiger Verunsicherung, in der wahren Bedeutung des Wortes, führen. Das ist Grund genug, um hier zu untersuchen, ob man auf Chlorella vulgaris vertrauen sollte oder voller Verzweiflung seinem Schicksal ergeben muß.

Quecksilber, der gefährliche Hauptbestandteil des Amalgams, wird von der Leber oder Darmbakterien, je nach der bevorzugten Theorie (Dr. Daunderer folgt der Darmbakterientheorie, obwohl er doch sagt, daß man über den Darm das Quecksilber nicht erreichen könne), methyliert und verwandelt sich dadurch in das noch giftigere Methylquecksilber. Die Leber macht das zwar deswegen, weil sie versucht, Giftstoffe in harmlose Materialien umzwuwandeln, aber Quecksilber ist ein chemisches Element. Daher liegen in jeder Verbindung immernoch Quecksilberatome vor und es gibt keine ungiftigen Verbindungen mit Quecksilberatomen. Das Methylquecksilber ist fettlöslich und daher lagert es sich im Fettgewebe des Körpers ein. Sehr viele fettähnliche Verbindungen sind in den Nervenzellen enthalten, daher lagert sich das Methylquecksilber auch in das zentrale Nervensystem ein, wo es die verschiedensten Symptome verursacht. Die werden auf den Seiten des Dr. Daunderer ausführlich abgehandelt. Die beste Methode, um Amalgamvergiftungen zu lindern, wäre es Fettabsaugungen vorzunehmen. Zwischendurch müßte man wieder an Körperfett zulegen, damit sich das Methylquecksilber wieder dort statt in den Nervenzellen ablagern kann. Abgesehen von den Risiken der Fettabsaugung hätte diese Methode noch das große Problem, daß bei der heutigen Vorgehensweise bei der Fettabsaugung auch die Fettstammzellen entfernt werden, so daß man danach nicht mehr an den selben Körperstellen Fett ansetzen kann. Das führt dazu, daß neues Körperfett an seltsamen Körperstellen angesetzt würde bis keine Fettzellen mehr übrig sind. Danach hätte der Körper keinen Platz mehr für neues Körperfett und jede weitere Fettaufnahme wäre gefährlich. So kann man die Amalgamfolgen leider nicht beseitigen. Diese Überlegung zeigt lediglich, daß magere Menschen durch die Belastung mit fettlöslichen Giftstoffen stärker geschädigt werden, als dicke Menschen. Daraus folgt, daß bei der angeblich ungesunden Lebensweise dicker Menschen oft Ursache und Wirkung verwechselt werden.

Nun sagt der Dr. Daunderer, daß sich das Quecksilber nicht mehr aus dem Gewebe herausbewegt. Versuche es zu mobilisieren, wären ebenfalls völlig blödsinnig. Es kann sein, daß es deshalb Blödsinn wäre, Quecksilber zu mobilisieren, weil das überflüssig ist. Fettlösliche Giftstoffe werden von Müttern während der Schwangerschaft an ihre Kinder weitergegeben. Das ist zum Beispiel bei Walen bekannt, deren Fettgewebe mit verschiedenen Schadstoffen hochbelastet ist. Sogar Dr. Daunderer sagt, daß Kinder eine hohe Quecksilberbelastung von ihren Müttern übernehmen können. Das soll sogar die Mutter zum großen Teil entgiften und zur Behebung mancher Symptome bei der Mutter beitragen. Embryonen sind sehr empfindlich, deswegen versucht die Natur selbstverständlich, nichts aus dem mütterlichen Organismus in den Embryo zu lassen, das nicht auch in das Gehirn der Mutter dürfte. Falls Quecksilber tatsächlich vom mütterlichen Organismus auf Embryonen übertragen wird, dann sollte Quecksilber von Natur aus im Körper mobil sein und sogar die sogenannte Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Es bleibt nur das Problem, wo es hin sollte, weil Körperfett nicht ausgeschieden wird. Die Anhänger der Algentherapie sagen, daß Fette über den enterohepatischen Kreislauf in den Darm ausgeschieden und dann wieder über den Verdauungsweg aufgenommen werden. Den Sinn eines solchen Vorganges hat bisher jedoch noch niemand überzeugend erklärt. Möglicherweise soll er dafür sorgen, daß das Körperfett nicht ranzig werden kann. Aber auch das ist nur eine Spekulation. Wichtig ist hier nur, daß auch Dr. Daunderer die Existenz des enterohepatischen Kreislaufs bestätigt. Da auch der wichtigste Kritiker der Algentherapie von der Existenz deren wichtigsten Voraussetzung ausgeht, dürfen wir diese Ansicht wohl übernehmen. Die Algentherapie würde in den enterohepatischen Kreislauf eingreifen müssen, um Quecksilber aus dem Körper entfernen zu können.

Dr. Daunderer sagt, daß geschluckte Algen zwar den Darm durchlaufen, aber ihr Chlorophyll dort kein Quecksilber bindet. So weit, so gut. Zum Glück für alle Amalgamgeschädigten behaupten die Anhänger der Algentherapie ebenfalls nicht, daß Chlorophyll irgendeine Wirkung auf Quecksilber hätte. Manche behaupten nichtmal, daß sie überhaupt eine Erklärung für die Wirkung hätten, andere führen die Wirkung der Algen auf deren Zellwände und speziëlle Proteïne auf den Zellwänden der Algen zurück. Was sagen Wissenschaftler dazu? Würden die Amalgamschäden offiziëll anerkannt, dann müßten nicht nur Krankenkassen die Folgekosten des Amalgamlegens bezahlen, wodurch sie langfristig immerhin noch sparen könnten, sondern das Amalgamlegen auch verboten werden. Dadurch könnte natürlich niemand mehr an dessen Verkauf verdienen und Zahnärzte müßten vielleicht sogar etwas von Medizin verstehen, um weiterhin praktizieren zu dürfen. Das ist natürlich alles nicht erwünscht, daher gibt es keine wissenschaftliche Studien über die Behandlung der Amalgamschäden. Dennoch kann man einige wissenschaftliche Studien finden, wenn man nach Algen im Zusammenhang mit Quecksilber sucht. In diesen Studien werden unterschiedliche Mikroorganismen daraufhin untersucht, ob sie sich für die Abwasserreinigung verwenden lassen. Speziëll geht es dabei um schwermetallbelastete Abwässer. Solche Studien stellen fest, daß sich Quecksilber durch den Einsatz von Mikroorganismen, insbesondere Algen, effektiver aus den Abwässern entfernen läßt. Dabei haben Algen der Gattung Spirella fast gar keine Wirkung. Das wird auch von den Anhängern der Algentherapie korrekt wiedergegeben. Algen der Art Chlorella vulgaris haben einen sehr starken Reinigungseffekt, können also Quecksilber in relativ großer Menge aus unterschiedlichen Lösungen entfernen. Es gibt noch effektivere Algenarten als Chlorella vulgaris. Am effektivsten haben sich Blaualgen erwiesen, die eigentlich gar keine Algen, sondern Cyanobakterien sind. Wäre es dann nicht besser, Cyanobakterien zu schlucken? Das Problem mit den Cyanobakterien und auch einigen Grünalgenarten ist, daß sie für den Menschen giftig sein können. Viele Algenarten können nur durch Spezialisten voneinander unterschieden werden. Außerdem wurde die Giftigkeit vieler Arten noch nie untersucht, weil das bisher nicht besonders interessant zu sein schien. Deswegen sollte man nicht nur aufgrund biotechnologischer Studien irgendwelche Algenarten schlucken. Chlorella vulgaris gehört nicht nur zu den effektiven Arten, sondern hat auch noch den Vorteil, daß ihre Ungiftigkeit hinreichend bewiesen ist. Daher bleibt Chlorella vulgaris die beste Möglichkeit, um Quecksilber aus dem enterohepatischen Kreislauf herauszulösen und auszuscheiden. Dabei ist natürlich darauf zu achten, daß die Algen in völlig unbelasteten Gewässern gezüchtet werden müssen, denn sonst könnte die Therapie tatsächlich mehr Schaden als Nutzen bringen und zwar gerade deswegen, weil diese Algenart Schwermetalle aufnimmt und speichert.

Leider gibt es tatsächlich ein Problem im Zusammenhang mit der Algenart Chlorella vulgaris und das ist ihr hoher Preis. Gewöhnlich wird eine Dosis von dreimal täglich je zehn Gramm für einen erwachsenen Menschen empfohlen. Dafür muß man pro Monat ungefähr ein Kilogramm der Grünalgen kaufen. Das müßte man auch noch mindestens zwei Jahre lange machen. Das Kilogramm Chlorella vulgaris ist momentan nicht unter hundertfünfzig Euro zu bekommen. Berücksichtigt man, daß die Krankenkassen das nicht bezahlen, dann ist das ein ganz schöner Happen, denn man für die Gesundheit zusätzlich investieren muß. Das Schlimmste daran ist jedoch, daß dieser Preis keinesfalls gerechtfertigt, sondern lediglich auf Monopolrenditen zurückzuführen ist. Die noch am wenigsten teuersten Algen stammen entweder aus Taiwan oder aus Japan. In den taiwanesischen Algen wurden bereits viele andere Organismen, darunter auch Parasiten, gefunden. Das ist ein unnötiges Risiko, daß man nicht eingehen sollte, falls man ohnehin schon unter gesundheitlichen Problemen leidet. In Japan geht man hygienischer vor, dafür werden die Algen massiver radioaktiver Bestrahlung ausgesetzt. Das wünschen sich auch nicht alle Käufer. Im Versandhandel kann man zudem oft nicht erkennen, aus welcher Quelle die Algen kommen.

Das wirft nun die Frage auf, wie schwer es ist, Chlorella vulgaris zu züchten. Die Befürworter der Algentherapie werben damit, daß Chlorella vulgaris alle vier Stunden ihre Anzahl verdoppeln könnten. Demnach müßten die Algen wesentlich billiger als Kartoffeln zu haben sein. Das sind sie jedoch nicht, denn dann gäbe es gar kein Problem mit der Algentherapie. Sie wäre wahrscheinlich auch schon wissenschaftlich anerkannt, weil sie auch den ärmeren Menschen zur Verfügung stehen würde und sich ihr Nutzen nicht länger verheimlichen ließe. Wo ist das Problem bei der Algenzucht, speziëll der Art Chlorella vulgaris?

Die Art Chlorella vulgaris ist eine Mikroalgenart, die völlig anspruchslos ist und in den gemäßigten Breiten in jeder Regenwasserpfütze vorkommen kann. Auf Chinesisch wird sie Xiǎoqiúzǎo (小球藻) genannt. In der neueren, chinesischen Geschichte war diese Mikroalgenart von erheblicher Bedeutung. In der chinesischen Geschichte waren Hungersnöte sehr häufig. Bedingt durch die Größe des chinesischen Territoriums und auch des chinesischen Volkes gab es im Verlauf der chinesischen Geschichte mehr Hungersnöte als sie Jahre zählt. Die allergrößte Hungersnot entstand durch die Politik des Großen Sprungs des Máo Zédōng (毛澤東). Máo Zédōng (毛澤東) tötete dadurch mehr als sechzigmillionen Menschen. Manche Menschen konnten nur durch Kannibalismus überleben, was zwar gut dokumentiert ist, jedoch der chinesischen Zensur unterliegt. Das ist der einzige Grund dafür, daß der chinesische Kannibalismus nicht jedem Menschen auf der Welt bekannt ist. Andere überlebten nur, weil es in China viel Erfahrung mit Hungersnöten gibt und deswegen auch ein großes Wissen darüber, was alles eßbar ist oder nicht, falls man darauf angewiesen sein sollte. Viele Absonderlichkeiten der chinesischen Küche, insbesondere der südlichen Provinzen, lassen sich dadurch erklären. In den Städten war es noch schwieriger als auf dem Land, irgendetwas Eßbares zu beschaffen. Die meisten der Überlebenden in den Städten überlebten nur durch ein geheimes Mittel, das man ihnen sofort weggenommen hätte, wenn es von den Schergen des Máo Zédōng (毛澤東) entdeckt worden wäre. Ihr ahnt es hoffentlich schon, es handelte sich um Xiǎoqiúzǎo (小球藻), bei uns bekannter als Chlorella vulgaris. Die dem Verhungern nahen Chinesen konnten den Algen natürlich keine anspruchsvolle Nährlösung bieten, sondern vermehrten die Algen in ihrer eigenen Pisse. Auch Chinesen hätten das widerlich gefunden, wenn es nicht um ihr eigenes Überleben gegangen wäre. Aber sie konnten so überleben, dank der schnellen Vermehrungsrate der Chlorella vulgaris. Mit diesen Mikroalgen wird heute also tatsächlich eine unglaubliche Abzocke betrieben. In dem Punkt der Abzocke hat Dr. Daunderer völlig recht. Aus der tatsächlich betriebenen Abzocke mit den Mikroalgen unmittelbar auf deren Unwirksamkeit zu schließen, ist jedoch im besten Fall abenteuerlich.

Nun sollte klar sein, daß Chlorella vulgaris zu den besten Therapiemethoden für Amalgamgeschädigte gehören, weil sie ungiftig und ziemlich wirkungsvoll sind. Andererseits sollte nun auch allen meinen Lesern bewußt sein, daß sich sehr, sehr, sehr viel Geld mit Chlorella vulgaris verdienen läßt. Züchtet und verkauft man sie selbst zu, sagen wir, einem Preis von fünzig Euro pro Kilogramm, dann macht man immernoch eine Menge Gewinn damit. Gleichzeitig wäre man um zwei Drittel preisgünstiger als der billigste Konkurrent. Dadurch würden sich alle Käufer auf das eigene Angebot stürzen. Nur noch mehr Konkurrenz könnte die Preise weiter senken. Das Geschäft würde sich trotzdem noch lohnen. Mehr und mehr Menschen würden die Algen kaufen, weil sie endlich auch für ärmere Menschen erschwinglich würden. Irgendwann könnten alle Amalgamgeschädigten mit den Mikroalgen therapiert werden. Zur Vorbereitung auf Hungersnöte durch die Wirtschaftskrise oder das Ende des Erdölzeitalters eignen sie die Mikroalgen ebenfalls. Sie zu züchten und zu verkaufen würde sich immer lohnen. Das Einzige, das in diesem Geschäft gewährleistet sein muß, ist die Reinheit der Algen. Sie müssen frei von Schadstoffen und Parasiten sein. Das muß auch nachgewiesen werden. Dadurch wäre eine höhere Qualität als bei den Algen aus asiatischen und noch dubioseren Quellen sichergestellt. Sollten hier potentiëlle Unternehmensgründer unterwegs sein, dann nur los, Chlorella vulgaris ist euer Geschäft! Mein Verfasser würde das auch gerne machen, nur fehlt es ihm dafür an Startkapital. Das ist ein weiterer Grund, warum ihr kräftig für mich spenden solltet. Wie, das steht inzwischen ungefähr in der Mitte des rechten Seitenrandes.

Kommentare:

  1. Meine Osteopathin meinte,dass Chlorella zwar Schwermetalle bindet,diese aber dann irgendwo im Körper "liegen" lässt und nicht ausscheidet.Gibt es dazu Untersuchungen oder Beweise?Danke

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  2. Habe mit Chlorella ausgeleitet und es ist alles richtig und vernünftig: CHLORELLA MOBILISIERT UND LEITET ÜBER DEN DARM AUS.
    Das lässt sich auch feststellen, indem man mit Koriander und Alpha Liponsäure das Gehirn entgitet und nach etwa einem Jahr Gesamtzeit (je nach Vergiftung) feststellt, dass durch Koriander KEIN QUECKSILBER mehr aus dem Gehirn mobilisiert wird!!!!!

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