2009/05/25

Astromagie III


Bevor wir nach den Elektionen zu den beiden übrigen Hauptwerkzeugen der Astromagie kommen, sind noch ein paar Worte der Warnung angebracht. Es gibt sehr viele statistische Untersuchungen, durch die die Zuverlässigkeit der Astrologie überprüft werden sollte. Eine aus der astrologischen Schule der Kosmobiologie stammende Untersuchung wollte überprüfen, ob Behinderte besonders viele Spannungsaspekte in ihren Geburtshoroskopen aufwiesen. Diese Vermutung wurde gründlich widerlegt. In den Geburtshoroskopen Behinderter fanden sich sogar besonders viele harmonische Aspekte, während sie von Spannungsaspekten frei waren. Das war zunächst überraschend, ist jedoch völlig logisch. Alle die Dinge, die Behinderte nicht selbst tun können, müssen von anderen für sie getan werden. Diese Fürsorge wird durch harmonische Aspekte angezeigt. Wer das Werkzeug der Elektionen kennt, wird der Versuchung wahrscheinlich nicht widerstehen können, für die Geburt eigener Nachkommen besonders günstige Aspekte auszuwählen. Daher sollte man für den Fall unbedingt wissen, daß zuviele harmonische und zuwenig spannungsgeladene Aspekte keineswegs besonders günstig für ein Geburtshoroskop sind.

Spannungsgeladene Aspekte verursachen zwar Schwierigkeiten, sind aber oft in den Geburtshoroskopen erfolgreicher Menschen zu finden. Zum Beispiel hört man über erfolgreiche Künstler oft, daß sie durch ihre Tätigkeit eigene Probleme aufarbeiten. Gerade dadurch wurden sie erfolgreich. Treten weder spannungsgeladene noch harmonische Aspekte auf, dann werden die betreffenden Personen ihr Leben als sehr langweilig empfinden. Es gibt schlimmeres als das. Manchen Menschenkennern gelingt es, die Zukunft anderer Menschen durch die Formel Schicksal ist Charakter plus Zeit vorherzusagen. Daher ist es nicht falsch, auch auf den durch mögliche Geburtshoroskope angezeigten Charakter einen Blick zu werfen, falls man sich sowieso schon mit Elektionen beschäftigt.

Natürlich muß man für solche Geburtshoroskopelektionen dazu in der Lage sein, den Termin der Geburt aus dem Termin der Zeugung abzuleiten. Mediziner verwenden dazu die Regel, daß die Schwangerschaft neun Kalendermonate plus sieben Tage dauere. Es gibt jedoch Astrologen, die von sich behaupten, daß sie mit Ärzten Wetten auf Geburtstermine abgeschlossen und solche Wetten immer gewonnen haben. Deswegen soll die astrologische Methode, die schon fast vergessen ist, in der Form wie sie durch den 1959 verstorbenen Astrologen Werner Bohm gelehrt wurde, geschildert werden. Sie heißt Trutina Hermetis oder die Waage des Hermes. Das sogenannte Tor des Mondes, das ist der Ort an dem der Mond im Geburtshoroskop stehen wird, wird entweder durch den Aszendenten oder den Deszendenten des Empfängnishoroskopes gebildet. Ob es der Aszendent oder der Deszendent sein wird, hängt von der Mondphase zum Geburtszeitpunkt ab. Der Aszendent gilt für den zunehmenden und der Deszendent für den abnehmenden Mond. Der Mondort des Empfängnishoroskopes, das sogenannte Tor der Erde, wird den Aszendenten oder den Deszendenten des Geburtshoroskopes bilden. Der Natur ist die durch den Menschen erfolgte Einteilung des Kalenders herzlich egal. Die Schwangerschaft dauert im Durchschnitt zehn siderische Monate. Das sind zweihundertdreiundsiebzig Tage. Die Schwangerschaft ist kürzer, falls der Mond zunehmend sein und über dem Horizont stehen wird oder falls der Mond abnehmend sein und unter dem Horizont stehen wird. Ein abnehmender Mond über dem Horizont oder ein zunehmender Mond unter dem Horizont weist auf eine längere Schwangerschaft hin. Der Abstand des zunehmenden Mondes vom Aszendenten beziehungsweise der Abstand des abnehmenden Mondes vom Deszendenten im Geburtshoroskop verrät, um wieviele Tage die Schwangerschaft länger oder kürzer andauert. Jeder Tag entspricht der Mondbewegung eines Tages, im Durchschnitt macht das eindreizehntel Grad aus. Ohne Computer würde man das nie exakt berechnen können, dennoch soll die Regel viele Jahrhunderte alt sein. Daher ist sie wohl auch nicht so genau, aber sie sollte Astromagier und andere Astrologen in die Lage versetzen, Geburtstermine genauer als Ärzte vorherzusagen und gegebenenfalls Wetten gegen Ärzte zu gewinnen.

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